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Zecken - die lauernde Gefahr im Grünen

Besserer Schutz für Golfer durch Zeckenscreening


Dass die Krankheit Borreliose durch Zeckenstiche übertragen wird, ist seit vielen Jahren bekannt. Gerade Menschen, die sich viel im Freien aufhalten, können einen Stich trotz aller Vorsorgemaßnahmen nicht immer vermeiden. Man weiß heute, dass nicht alle Tiere mit den für Menschen riskanten Erregern Borrelia burgdorferi infiziert sind, jedoch in einigen Gebieten besonders viele potentiell gefährliche Zecken lauern.
Doch in welchen Regionen sollte man besondere Vorsicht walten lassen und nach einem Zeckenstich besonders achtsam hinsichtlich möglicher Borreliose- Symptome sein?
 Die Augsburger BCA-clinic, die erste Klinik für Zeckenübertragene Krankheiten in Europa, bietet für Golfplatz-Betreiber nun einen bisher einmaligen Service, um für deren Aktive mehr Klarheit zu schaffen: ein Zeckenscreening des Geländes.

Eine regionale Zecken-Studie der BCA-clinic Augsburg zeigte vor kurzem, dass auf zwei Golfplätzen im Stadtgebiet besondere Vorsicht geboten ist: Über ein Drittel der dort gefundenen Tiere waren mit Borreliose-Erregern infiziert. Fabian Fietze, der Clubmanager des Golfclubs Augsburg e.V., hatte sein Gelände in Bobingen-Burgwalden für die BCA-Studie zur Verfügung gestellt.

„Beim Golfen kommt man immer wieder in die Nähe von Büschen, Sträuchern und hohen Gräsern - also genau dorthin, wo sich auch Zecken
gerne tummeln“, so Fietze. „Deshalb wollten wir wissen, ob es auf unserem Gelände Zecken-Risikogebiete gibt, in denen sich potentielle
Infektionsüberträger aufhalten, damit unsere Mitglieder sich so gut wie möglich schützen und gegebenenfalls schnell genug Gegenmaßnahmen
beim ersten Auftreten von Krankheitssymptomen ergreifen können.“

Eine gute Entscheidung, denn grundsätzlich gilt: je schneller die Blutsauger nach einem Stich entfernt werden, umso geringer ist das Risiko einer Borreliose-Infektion und je frühzeitiger eine solche behandelt wird, umso besser sind die Heilungschancen.
„Ein Grund zur Panik besteht selbst in Risikogebieten nicht“, betont Dr. med. Carsten Nicolaus, der Ärztliche Leiter der Augsburger BCA-clinic. „Weiß man von einem Zeckenstich und tritt die klassische Wanderröte rund um die Einstichstelle der Zecke auf, geht heute fast jeder zum Hausarzt und dieser verschreibt ein Antibiotikum. Wird dieses vorschriftsmäßig mindestens zwei Wochen lang eingenommen, verschwinden die Erreger mit fast hundertprozentiger Sicherheit“, mahnt Dr. Nicolaus dennoch zur Vorsicht und möglichst frühzeitiger Behandlung.

Beim Golfplatz-Screening durch die Wissenschaftler der BCA-clinic werden an vorher genau definierten Grünflächen Zecken mittels sogenannter
Zeckenfahnen eingesammelt. Dabei werden Stoffbahnen langsam über den Boden gezogen und den Tieren dadurch das Anheften an den Stoff
ermöglicht. Im BCA-research-Labor, dem Forschungslabor der BCA-clinic, wird dann das Entwicklungsstadium (Larve, Nymphe oder adulte Tiere) der Zecken sowie deren Art bestimmt. Wichtig zu wissen ist, dass sie auf jeder Entwicklungsstufe eine Blutmahlzeit benötigen und dabei ihren Wirt infizieren können. Allerdings suchen nur weibliche adulte Tiere und Nymphen gezielt den Menschen als Wirt und können so den Borreliose-
Erreger auf den Menschen übertragen.
Die Bilanz der anfangs zitierten Augsburger Studie zeigte vergleichsweise hohe Werte: So waren von den adulten Weibchen und Nymphen insgesamt 35 Prozent positiv getestet worden.
Das Zeckenscreening durch die Wissenschaftler der BCA-clinic bietet Golfplatz-Betreibern gegen geringe Gebühr Auskunft über die Zeckendichte
des Geländes und die Art der Erreger. Dadurch werden insbesondere diejenigen Areale ersichtlich, deren Durchquerung für Golfer und
Greenkeeper ein erhöhtes Risiko für einen Zeckenbiss mit sich bringt.

Kontakt für das Zeckenscreening:
BCA-lab  Frau Dr. V. Krey
Adresse: Morellstraße 33, 86159 Augsburg
Tel.: 0821 455 982 -0
Email: info@bca-lab.de

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