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Kniegelenk:

Spaß am Golfen - Gelenkschonend und schmerzfrei


Dreh- und Scherbewegungen, welche gezielte Belastungen an einem langen Schaft verursachen, zum Beispiel am Oberschenkel, werden als "Pivoting" bezeichnet.

Ein Pivot-Shift-Test kann Aufschluss über die Belastungen im Kniegelenk geben. Hierbei wirken die Kräfte konzentriert auf einem relativ kleinen Punkt. Es kann somit zu Situationen kommen, die beim Golfabschlag an der Innenseite des Knies wirken und den Knorpel in Mitleidenschaft ziehen.

Rechtshändige Golfspieler verspüren höhere Belastungen und ggf. Schmerzen in ihrem linken Kniegelenk. Linkshändige Golfspieler verspüren Schmerzen exakt spiegelverkehrt.
Darüber hinaus wirken diese Kräfte auf die vorderen Kreuzbänder der Knie. Bei einem schlecht getroffenen Ball oder bei einem unglücklich verdrehten Körper werden die Kreuzbänder einer besonders starken Belastung ausgesetzt. Im Vergleich dazu halten zum Beispiel Fußballer oder Skifahrer identische Belastungen bei der Ausübung ihres Sports besser aus. Überraschenderweise treten bei Golfspielern Kreuzbandrisse weniger häufig auf. Ein Grund dafür ist die vergleichsweise langsamere Bewegungsgeschwindigkeit sowie die bessere Kontrolle über den eigenen Bewegungsablauf bzw. der wirkenden Kräfte.
Dennoch bleibt es lediglich eine Frage der Zeit, bis konsequentes Golfspielen zu einer Überbeanspruchung des Kniegelenks oder der vorderen Kreuzbänder führt.

Bei genauerer Betrachtung des Kniegelenks wird klar, dass die anatomische Platzierung des Kreuzbandes dazu geschaffen ist, dem Pivoting auf der Innenseite des Knies entgegenzuwirken. Bekanntestes Beispiel dürfte an dieser Stelle wohl der Golfprofi Tiger Woods sein, der sich nicht beim Golfen, sondern bei einem Stolpersturz während des Joggens
das Kreuzband riss.

Was für den Profigolfer ohnehin gilt, gilt natürlich auch für in der Regel weniger gut trainierten Amateurgolfer. In der Presse wurde damals berichtet, dass bei Tiger Woods die Kreuzbandruptur mit einer Doppelbündeltechnik rekonstruiert wurde. Bei diesem medizinischen Eingriff werden die beiden Stränge des Kreuzbandes zur besseren Stabilisierung und Kontrolle rekonstruiert. Die Technik ist im Gegensatz zur Einzelbündeltechnik zeitaufwendiger und komplizierter, aber ein Garant für eine bessere Drehstabilität bei einsetzenden Pivotkräften.

Um alle golfspielenden Gemüter zu beruhigen: Sofern Knorpelschäden am Knie aufgetreten sind, bedeutet das nicht das Aus für die persönliche Karriere im Golfsport. Einige wenige Änderungen genügen, um die Beinposition und somit die Belastung auf das Knie zu senken, ohne dabei an wichtiger Schlagkraft zu verlieren. Eventuell ist es notwendig, die Schädigung durch eine magnetresonanz-tomographischen Untersuchung zu untersuchen bzw. zu behandeln – Orthopädie Kliniken wie die
ORTHOPARC-Klinik in Köln können dazu nach eingehender Untersuchung in einem persönlichen Beratungsgespräch geeignete Therapiemaßnahmen empfehlen. Wer sich dieser Behandlung trotz Schmerzen entzieht, riskiert eine lang andauernde Therapie sowie langen Verzicht auf den Golfsport.

 

Foto: © Rainer Sturm /pixelio.de

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