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Gesund golfen ohne Rückenbeschwerden


Spezielle Fitness-Trainings verbessern Koordination und stabilisieren Wirbelsäule


München - Bewegung, frische Luft sowie die Präzision beim Ab- und Annäherungsschlag oder Putt – Golfsport fasziniert und boomt in Deutschland. Ob mit Platzreife oder ohne, Golf lockt immer mehr Menschen zu ersten Probeschwüngen. Gefesselt von Komplexität des Spiels und Wechselwirkung zwischen hoher Konzentration und Entspannung, bietet die Outdoor-Sportart vielen ein Ausgleich zu sitzenden, alltäglichen Tätigkeiten. Jedoch zählt Golf nicht zu den gesündesten Sportarten, viele Untersuchungen beweisen, dass fast die Hälfte aller Spieler regelmäßig mit Rückenproblemen auf die Runde gehen.
Bei denjenigen, die bereits vor dem Golfspielen unter Schmerzen in Lenden-, Brust- und Halswirbelsäule leiden, verschlimmert der Sport die Beschwerden zudem.

„Aufgrund der monotonen Wiederholung der Bewegungsabläufe beim Golfen und einer falschen Schlagtechnik entstehen einseitige Belastungen, die zu chronischen Schmerzen an der gesamten Wirbelsäule führen. Golfer benötigen ein ganzheitliches, individuell ausgerichtetes Trainingskonzept, das den Muskelapparat und besonders den Rücken beansprucht“, erklärt Dr. med. Reinhard Schneiderhan, Orthopäde und Wirbelsäulenspezialist aus München.

Modernes Trainings- und Therapiegerät beugt Rückenproblemen vor

Bandscheiben fungieren als Stoßdämpfer zwischen zwei Wirbeln. Beim Golfen resultieren die Beschwerden aus einer Schwäche der letzten Scheiben am unteren Teil der Wirbelsäule, die eigentlich die Schlagbewegung unterstützen. „In den meisten Fällen sind es zu schwache Muskeln im Lendenwirbelbereich sowie vorgeschädigte Bandscheiben, die zu chronischen Rückenschmerzen und sogar zu einem Bandscheibenvorfall führen können. Extreme Schwungbewegungen des Schlägers klemmen teilweise auch Nerven ein, die ebenfalls Beschwerden an der Wirbelsäule hervorrufen“, erklärt Dr. Schneiderhan. Zudem üben Heben und Schleppen schwerer Golfbags oder das Bücken nach dem Ball starke Druckbelastungen auf den Rücken aus.
Regelmäßige Bewegung stärkt die Muskulatur und Kondition im Wirbelsäulenbereich. Im Wirbelsäulenzentrum München, das mit der Praxisklinik Dr. Schneiderhan und Kollegen kooperiert setzt Alexander Römer, Physiotherapeut, Fachsportler und therapeutischer Leiter des offiziellen Therapiezentrums PGA of Germany, ein neuartiges Trainings- und Therapiegerät ein, den so genannten 3D Spacecurl. Es festigt Muskulatur, spezielle Bewegungen eines Golfschwungs und verbessert Koordinationsabläufe.
„Kräftige Rumpf- und Rückenmuskeln beugen nicht nur Verletzungen vor, sondern erhöhen auch die Schlägerkopfgeschwindigkeit um ein Vielfaches“, beschreibt Dr. Schneiderhan die Vorgehensweise.

Tipps für eine schmerzfreie Runde ohne Handicap

Bei den meisten Spielern passieren die größten Fehler bereits vor Spielbeginn, es erfolgt nämlich gar nichts, keine Probeschwünge, weder Einschlagen noch gymnastische Vorbereitungen, dabei benötigt der Körper eine gewisse Zeit um „aufzuwärmen“. „Golfspezifische Aufwärmübungen vor, während und nach dem Spiel stellen die halbe Miete für einen perfekten Schwung dar und beugen Verletzungen vor“, betont Dr. Schneiderhan, Präsident der deutschen Wirbelsäulenliga e.V.

Warm-Up

Lockeres Gehen oder Laufen sorgt für eine erhöhte Körpertemperatur vor dem ersten Schlag. Langsames Armekreisen und Probeschwünge erhöhen den Blutkreislauf und bereiten Gelenke, Knochen und Muskeln auf die kommende Aktivität vor. Anschließend steigern golfspezifische Übungen die Leistungsfähigkeit und minimieren das Verletzungsrisiko.

Stretching vor dem Spiel:
Golfschläger an den Enden festhalten und auf den Nacken legen. Beine schulterbreit aufstellen und den Oberkörper leicht nach rechts und links drehen. Anschließend in derselben Körperhaltung die Hüfte kreisen lassen. Als dritte Übung, noch immer in der Ausgangshaltung, den Oberkörper leicht nach vorne und wieder zurück beugen, der Rücken ist dabei gerade und durchgestreckt, die Bildung eines Hohlkreuzes oder eines Buckels vermindert die positiven gesundheitlichen Auswirkungen.
 
Stretching für zu Hause:
Hinknien und mit den Händen auf den Boden stützen. Dann mehrfach den Rücken zu einem Katzenbuckel krümmen und dabei tief ein- und ausatmen. Danach auf die Knie setzen und mit lang ausgestreckten Armen auf den Boden nach vorne beugen. Anschließend: Auf den Rücken legen, die Füße schulterbreit aufstellen, Arme an der Seite locker auf dem Boden legen und das Becken nach oben strecken, so dass eine gerade Linie zwischen Kopf und Knie entsteht. Wer kann, streckt abwechselnd das rechte und linke Bein gerade nach oben.

Übungen während des Golfens

Auch während des Spiels helfen körperliche Bewegungen und spezielle Übungen. Es gilt: So oft wie möglich die Strecken zwischen einzelnen Löchern zu Fuß zurücklegen. Wiederholtes, beidseitiges Schulterkreisen entlastet Gelenke.
Kurzes, aber bewusstes Zur-Seite- und Nach-hinten-Beugen dehnt die Rückenmuskulatur und entlastet die Wirbelsäule.

Cool-down nach 18 Löchern

Im Gegensatz zum Warm-up reduziert die Cool-down-Phase Belastungen und Puls. Ein Training sollte nie abrupt enden, auch nach dem Spiel senken kurze Dehnübungen den Blutkreislauf. Wechselduschen nach dem Golfen fördern die Durchblutung und steigern Regeneration und Wohlbefinden.

Schonende minimalinvasive Therapien lindern gravierende Rückenbeschwerden

Bei Menschen, die bereits unter starken Rückenschmerzen leiden und bei denen konservative Maßnahmen wie beispielsweise Krankengymnastik oder Reizstromtherapien versagen, vermindern moderne minimalinvasive Behandlungsmethoden die Beschwerden.
„In derartigen Fällen setzen wir individuell unsere modernen, schonenden minimalinvasiven Therapien ein, die wir auch für sämtliche Kassenpatienten auf Krankenschein anbieten, wenn eine stationäre Behandlung medizinisch begründet ist.
Sie ersetzen offene Operationen, dauern nur etwa 40 bis 60 Minuten und ermöglichen kurze stationäre Aufenthalte und eine schnelle Rehabilitation“, erklärt Dr. Schneiderhan.
Bei Bandscheibenschmerzen, die stark in Arme und Beine ausstrahlen, vermindert bereits ein Wirbelsäulen-Katheter die Beschwerden.
Unter örtlicher Betäubung setzen Spezialisten der Praxisklinik Dr. Schneiderhan einen dünnen Katheter und spritzen an den betroffenen Nerv gezielt eine Enzymlösung.
Bei starken Schmerzen an der Wirbelsäule erreichen energiereiche Strahlen eines Mikrolasers auch enge und schwer zugängliche Stellen zwischen den Wirbelkörpern und wirken schmerzlindernd.
Nur in schwerwiegenden, ausgeprägten Fällen operieren die Mediziner, aber auch hier setzen sie in den meisten Fällen schonende neurochirurgische Verfahren, wie beispielsweise die Mikrotherapie, ein. So operieren Ärzte bei ausgeprägten Bandscheibenvorfällen oder einem zu engen Wirbelkanal mit der minimalinvasiven Technik durch ein dünnes Röhrchen, ohne die Rückenmuskulatur zu verletzen.


Weitere Informationen unter www.orthopaede.com.

Klinikkontakt:
Praxis Dr. med. Schneiderhan und Kollegen, Dr. med. Reinhard Schneiderhan, Anja Koutny,
Eschenstr. 2, 82024 München / Taufkirchen
Tel: 089 / 614510-0, Fax: 089 / 614510-12, E-Mail: koutny@orthopaede.com, www.orthopaede.com

Golf Clinic München, Alexander Römer, Wirbelsäulenzentrum München, Eschenstr. 2, 82024 München / Taufkirchen
Tel. 089 / 666 36 40, www.golf-clinic-muenchen.de, www.wsz-muc.de, info@wsz-muc.de

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