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DGV:

Neue Vorgabe- und Spielbedingungen für die Golfer des DGV

Eigentlich eine gute Entscheidung! Der Deutsche Golfverband (DGV) ändert seine Vorgabe- und Spielbedingungen ab 2016. Er übernimmt weitgehend die Rahmenbedingungen, die mit dem Europäischen Golf Verband EGA vereinbart wurden.
Aber leider nicht in allen Punkten! Vielleicht fehlte innerhalb des DGV noch etwas der Mut?
Hier die wichtigsten Änderungen die, in erster Linie für die Freizeitorientierten Golfer, die bisher mit dem unverständlichen Vermerk „inaktiv“ gebrandmarkt waren, interessant werden.
Turnierspieler bis Hcp 18 sind von den Änderungen kaum tangiert.



Ab Spielvorgabe 26,5 gibt es keine Heraufsetzung mehr
Zwei Drittel der Deutschen-Golfer können aufatmen, vorgabewirksame Turniere können jetzt mit weniger Herzklopfen gespielt werden.
Eine verhaute Turnierrunde hat keine „Negativ-Folgen“ mehr, wenigstens bei den Spielern bis Hcp 26.5 bleibt das einmal erspielte Handicap erhalten.Diese Regung galt bisher nur bis Hcp 36, ab 2016 wird sie nun auch auf die Handicap-Klasse 5 also für Spieler bis bis Hcp 26,5 gültig.
Nach meiner Meinung ein richtiger Schritt für die vielen Freizeitgolfer. Schade nur, dass der DGV nicht den Mut hatte die Grenze auf Hcp 18.5 zu legen, was nach unseren Informationen, die, mit dem europäischen Golfverband EGA, vereinbarten Rahmenbedingungen erlaubt hätten. Eine einheitliche Regelung innerhalb der wichtigsten europäischen Golfverbände wäre also möglich gewesen.

CBA ersatzlos gestrichen
Endlich, kann man nur sagen, hat der „Blödsinn“ ein Ende gefunden, dass nach einer Golfrunde das erzielte Spiel-Ergebnis, entsprechend der aktuellen Platz- und Witterungsverhältnisse die während des Turniers herrschten, ausgerechnet werden musste.
Stellen Sie sich vor, bei einem Skirennen wird die Siegerzeit erst nach Beendigung des Rennens errechnet. Ja, so war es in den letzten Jahren beim Golfsport! Das ist nun Vergangenheit. Ab sofort zählen nun die Schläge, die auf der Score-Karte stehen und sonst nichts!

Erweiterung des EDS-Angebotes

Wer erinnert sich nicht mehr an das Geschrei der ewig Gestrigen, als vor Jahren, die vorgabewirksamen 9 Löcher Runden vom DGV eingeführt wurden? 9 Löcher-Turniere haben sich genau wie vorgabewirksame, angemeldete EDS-Runden im Heimat-Club durchgesetzt.

Das EDS-Angebot wird nun ab 2016 erweitert
Ab sofort kann das Handicap auf privaten EDS-Runden auf allen, dem DGV angeschlossenen Golf Clubs, erspielt werden. Natürlich müssen diese EDS-Runden vorher im Club-Sekretariat angemeldet werden.

Diese Ausweitung sollte eigentlich ohne Kritik angenommen werden. Interessant in diesem Zusammenhang: Beim DGV wurden 2015 nur 3% der Vorgabe-Verbesserungen über EDS erspielt. Im Golfland Schweden waren es im gleichen Zeitraum bereits über 40%?
Etwas kritisch muss die Entscheidung gesehen werden, bei diesen EDS-Runden schon Zähler mit Handicap 54 zuzulassen; bisher mussten die Zähler mindestens Hcp 36 haben. Aus eigener Erfahrung stellt sich mir die Frage, können Zähler mit Hcp 54 schon das Wissen, die Erfahrung und das Durchsetzungsvermögen haben um in Diskussionen die richtigen, regelgerechten Entscheidungen zu treffen.
Ich habe hier so meine Bedenken, nachdem ich schon öfters beim Spiel mit Hcp 54 Golfern doch große Wissens-Lücken in der Regelkunde und deren Auslegung, bemerkte.



Platzreife genügt nicht mehr für Hcp 54

Die Regelung, ein Spieler erhält bei bestandener Platzreife-Prüfung automatisch Hcp 54 entfällt. Ein Handicap 54 muss in einem Vorgabewirksamen Turnier erspielt werden.
Wichtig
:
Alle bis Ende 2015 ausgestellten Hcp 54 Eintragungen bleiben aus Bestands-Schutz-Gründen bestehen.
Handicap 36 muss in einem vorgabewirksamen Turnier erspielt werden. Die Regel, Handicap 36 muss erstmals in einem „Vorgabewirksamen Turnier“ erspielt werden, entfällt.

Eintragung „aktiv / inaktiv“ im Golfausweis entfällt
Bereits bei Einführung der Kennzeichnung aktiv/inaktiv im DGV-Golfausweis hat GOLFplus auf die Missverständnisse dieser Kennzeichnung hingewiesen. Im Ausland wurde der Begriff „inaktiv“ oft im Sinne kein aktiver Spieler verstanden.
Die in Deutschland vorgesehene Differenzierung, wenn ein Golfer jährlich weniger als vier vorgabewirksame Turniere spielt, erhält automatisch die Kennzeichnung „inaktiv“ wurde in der Vergangenheit von den meisten Golf Clubs des DGV nicht angewendet.
Diese Regel wurde Gott sei Dank gestrichen.


 

Text: Klaus Pfeffermann
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