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ARCHIV

 

GOLF-Oasen im Atlantik:

 

 „Die Kanaren“




„Inseln der Glückseligen“ nannte bereits Homer die kanarischen Inseln. Und dies obwohl GOLF in der Antike noch unbekannt war. Seit Jahren entstehen auf den 5 Inseln des Kanaren-Archipels immer mehr Golf-Plätze, die mit Fug und Recht als attraktives Reise-Ziel für Golfer in der kalten Jahreszeit unserer Breiten sind. Nur selten sinken die Mittags-Temperaturen in den Wintermonaten unter 22 Grad.
Ende 2008 erwarten die Gäste 24 Golf-Course, in traumhaften Landschaften eingebettet und moderne 5-Sterne-Hotels.
Auf den Kanaren, den Inseln des ewigen Frühlings, finden die Golf-Urlauber ihre Golf-Oasen im Atlantik
.

Seit Ende der 90er Jahre wird an der Realisierung des Marketing-Konzeptes „Golf auf den Kanaren“ mit Erfolg gearbeitet. Vor dieser Zeit haben auch auf den Kanaren, die Verantwortlichen für Tourismus den gleichen Weg, wie z. B. in den 80er Jahren auf der Balearen Insel Mallorca, in Richtung Massen- und Pauschal-Tourismus eingeschlagen.
Die verantwortlichen Tourimus-Manager erkannten diese Einbahnstrasse rechtzeitig. Sie beschlossen, den Trend zum Mallorca-Image mit Hochhaus-Hotels, Ballermann-Atmosphäre am Strand, Currywurst und Wiener-Schnitzel, etwas zu reduzieren.
Besonders im Süden der Haupt-Inseln wie Gran Canaria, Teneriffa, Fuerteventura wurde viel Wert auf den Bau von Hotels mit gehobener Wellness-, Spaß - und Resort-Atmosphäre gelegt. Dadurch gelang es das Niveau der gesamten Region merklich anzuheben.

Die vorhandene Golfplatz-Dichte kann sich heute noch nicht mit der Mallorcas messen. Aber nach nur gut vier Stunden Flug von den deutschen Flughäfen, warten auch die Kanarischen Inseln auf den Golf-Urlauber. Fünf Inseln haben inzwischen Golfplätze:
 

La Gomera

 Teneriffa Gran Canaria Fuerteventura  Lanzarote

 

 

Vor der afrikanischen Küste, unweit von Marokko, findet der Golfer auf fünf Inseln 24 gepflegte Golfanlagen, von namhaften Designern entworfen. Die Greenfee-Preise liegen, bis auf wenige Ausnahmen, noch unter denen anderer europäischen „Winter-Regionen“.

Die Inseln haben eine sehr unterschiedliche Fauna und Flora. Üppiges Grün neben den Fairways finden Sie z.B. auf Fuerteventura oder Lanzarote eher seltener. Entschädigt werden aber alle Golfer vom besonderen Reiz der Vulkan-Asche. Schwarze Waste-Bunker begleiten Sie hier mehr oder weniger auf jeder Runde, an fast allen Fairways. Über eines muss man sich vor einem Trip auf die Kanaren in Erinnerung rufen: „Keine Insel gleicht einer Anderen“.
GOLFplus hat für Sie die Inseln Fuerteventura und Gran Canaria besucht und sich auf einige Golf-Anlagen umgesehen:

Urlaubsparadies Kanarische Inseln:

 

Zwei Inseln sind ohne Golfplätze: El Hierro die kleinste des Archipels und eine der schönsten Inseln, die im Atlantischen Ozean liegen, bietet eine reiche Natur, ob auf Wanderwegen, zu Fuß oder mit dem Fahrrad, im Inneren vulkanischer Tunnel oder bei einem Flug mit einem Gleitschirm über die grünen Täler.
La Palma ist wegen ihrer atemberaubenden Naturlandschaften, ihrer Farben, der harmonischen Dörfer und Städte im Kolonialstil auch unter dem Namen 'Isla Bonita' bekannt. Auf dieser einzigartigen Insel, deren reiche Natur durch ihre Schönheit besticht, kann der Besucher Schritt für Schritt die exotischsten Gegenden entdecken. Der ideale Ort für Wanderungen durch grüne Lorbeerwälder, die als die am dichtest bewachsenen des Archipels gelten.

Fuerteventura, die älteste Insel der Kanaren, ist die zweit größte Insel des Archipels. Bekannt ist Fuerteventura durch seine kilometerlangen weißen Sandstrände und bei Windsurfern wegen der konstant wehenden Passat-Winde.
Den Hauch eines Sahara-Trips erleben die Besucher der beliebten Dünen von Corralejo. Von hier grüßt, in Sichtweite, die Vulkan-Insel Lanzerote. Eine Überfahrt mit dem Schiff dauert nur ca. 15 Min.

 



Die Golf-Plätze auf Fuerteventura:

Fuerteventura Golf Club
18 Löcher, Par 70, Länge 6.069 m
Eröffnung 2002, Designer: Juan Catarimean

Die Golfanlage gehört zum 5 Sterne Hotel „Elba Palace“. Das Tee von Loch 1 befindet sich nur wenige Schritte von der Hotel-Rezeption entfernt. Der Platz, einer der Golfcourse auf denen eine der Finalrunden der Turnier-Serie „Islas Canarias 2008“, befand sich bei meinem Besuch in einem sehr guten Pflegezustand. Zahlreiche Wasserhindernisse, Gräben und Waste-Zonen erschwerten neben dem fast täglich wehenden Passat-Winden einen guten Score. Besonders erinnere ich mich an Loch 2, einem Par 4, mit sehr schmalem Fairway. Links von einem 10 Meter breiten, mit Steinen ausgelegten Graben, rechts von einer Baumreihe und einem Zaun zur Strasse begrenzt. Oder an Loch 17 (Par 5), hier geht es die letzten 100 Meter zum Grün steil bergauf. Erreicht der Ball nicht das Grün, so rollt er gnadenlos 60 bis 70 Meter zurück. In meinem Flight bekamen auch zwei einstellige Flight-Partner so ihre Probleme. Auch im teilweise vorhandenen Rough verschwinden die Bälle wie in einem Osternest.
Das Hotel „ Elba Palace“ erinnert in seinem Baustil an die Kolonialzeit, der große Innenhof ist eine Oase der Ruhe.

 


Salinas Golf, nur ein Par 5, vom Fuerteventura GC entfernt
18 Löcher, Par 70, Länge 5.409 m
Eröffnung 2006, Designer: Manolo Pinero

Lage in unmittelbarer Nähe zum Fuerteventura GC. Der Platz präsentiert sich in der flachen, wüstenähnlichen Umgebung wie ein Garten Eden. Abwechslungsreiche Spielbahnen mit saftigen Fairways scheinen leichter als sie sind. Einige Spielbahnen sind stellenweise so schmal, dass der Ball einfach in die begrenzenden Waste-Zonen, mit schwarzen, grobkörnigen Lava-Gestein, rollen muss. Den Ball aus diesen Waste-Zonen zu spielen ist nicht Jedermanns Sache, zumal mächtige Kakteen und Felsbrocken zusätzliche Hindernisse darstellen. Unangenehm hier, der Ball muss gespielt werden wie er liegt.

Weitere Golf-Course auf Fuerteventura:
 

Jandia Golf
18 Löcher, Par 72, Länge 5.857
Eröffnung: 2007
 
Las Playitas Golf
18 Löcher, Par 70
Eröffnung: 9 Löcher 2008, weitere 9 Löcher Sommer 2009
Golf-Hotel am Platz (siehe auch GOLFplus Reiseziele,
„Gran Canaria und Fuerteventura, der „Tipp“ für einen interessanten Golfurlaub“


Weitere Infos:
www.fuerteventuraturismo.com



 



Gran Canaria
vulkanischen Ursprungs einem warmen Klima ausgestattet zeichnet sich die Insel durch ihre landschaftliche Vielfalt aus. Gran Canaria hat auch den Beinamen „Minikontinent“.
Im Süden der Insel befinden sich weitläufige Strände mit feinem Sand und riesigen Dünen bei den Tourimus-Zentren “Maspalomas und Playa del Ingles“. Der Norden lockt mit schroffen Klippen, Meeresschwimmbädern und kleinen, malerischen Buchten.
Mit stolzen 1.949 Metern ist der erloschene Vulkan „Pico de Las Nieves“ die höchste Erhebung der Insel.
Das vor allem bei der Damenwelt bekannte Shopping Zentrum von Maspalomas erstreckt sich links und rechts vom 1886 erbauten Leuchtturm in Strandnähe.
Naturschutz wird auf Gran Canaria sehr ernst genommen, 33 Naturschutzgebiete bedecken 43 Prozent der Landfläche.
Die acht Golfanlagen könnten vom Design her kaum unterschiedlicher sein, hier kommt bestimmt keine Langeweile auf.

Die Golf-Plätze auf Gran Canaria:

Anfi Tauro Golf

18 + 9 Löcher, Par 71, Länge 6.526 m
Eröffnung: 2008, Designer: Hagge, Smelek, Baril

Bei La Playa de Tauro entstand in den letzten Jahren ein wahres Meisterstück, mit dramatisch schönen Blicken auf Küste und Meer.
Den Designern Hagge, Smelek und Baril ist es gelungen einen Hauch von Arizona nach Cran Canaria zu bringen.
Ein Golf-Course der Extra-Klasse, den zu bauen viel Mut, große Anstrengungen und sehr viel Geld gekostet hat.
Gewaltige Erdbewegungen waren nötig, um in diesem engen Tal, umschlossen von einem Ehrfurcht einflössenden, vulkanischen Bergzug, Platz für einen Meisterschafts-Golf-Course zu schaffen.
Heute, ein Jahr nach Eröffnung, lassen Kakteen, Palmen, der grobkörnige Lavasand in den Waste-Bunkern, große Wasser-Flächen und ein „Teppich“-Fairway diese Anstrengungen nur noch erahnen.
Die Grüns sind schnell und stark onduliert.
Beeindruckende Blicke auf Küste und Meer fordern eine große Konzentration beim Spiel.
Nur am Rande bemerkt: das Grün von Loch 8 wurde wie ein Amphitheater aus dem Fels gesprengt.

Der Course Anfi Tauro hat bei den Teilnehmern der zweiten Runde der Islas Canarias 2008 die Spreu vom Weizen getrennt.
Ich habe nach der Schluss-Runde einige Spieler gefragt: „Wie hat Ihnen der Platz gefallen“?
Es gab eigentlich nur eine Antwort: „Das war einer der spektakulärsten Course den wir je gespielt haben“!

 



Salobre Golf-Resort

(Süd-Course)
18 Löcher, Par 71, Länge 6.145 m
Eröffnung 2000, Designer: Dave Thomas und Roland Faure

Das Sheraton-Resort liegt bis zu 250 Meter über dem Meer. Bereits vom Clubhaus hat man einen schönen Blick auf Schluchten und Berge einer typischen Landschaft Gran Canarias. Die extrem abwechslungsreichen Spielbahnen sind hervorragend gepflegt. Die Grüns sind stark onduliert und schnell.
Meine Empfehlung nehmen Sie ein Golf-Cart, denn die zu überwindenden Höhenunterschiede sind nicht zu unterschätzen.
Belohnt werden Sie am höchsten Punkt des Courses, mit einem Panorama-Blick auf das mehrere Kilometer entfernte Meer.
Das Sheraton-Hotel bietet laufend spezielle Golf-Pakete.
 



(Nord-Course)
Ein weiterer 18 Löcher-Course soll in den nächsten Wochen fertig gestellt werden.


Campo de Golf Maspalomas

18 Löcher, Par 73, Länge 6.417 m
Eröffnung 1968, Designer: Mackenzie Ross

Der Golf-Course liegt fast im Zentrum der Ferien-Anlagen von Maspalomas. Er wird umgeben vom Naturpark der bekannten Dünen von Maspalomas. Aber sehen kann man die Dünen während der Runde leider nicht, auch wenn dies in Berichten immer wieder behauptet wird,
Die breiten, gepflegten Fairways führen durch ein ebenes, Parkland-Gelände, die Spielbahnen sind meist von Palmen umsäumt.
Trotz seiner Länge von fast 6500 m gehört der Platz zu den Coursen, die auch Spielern mit höherem Handicap eine genussvolle Runde erlauben. Vorsicht sollten Sie bei den teilweise engen Abschlägen walten lassen, von den nahe stehenden Bäumen wurde schon mancher Ball unauffindbar abgelenkt.

Achtung: Abschlagzeiten unbedingt vorreservieren!


Weitere Golf-Course auf Gran Canaria:

 

El Cortijo Club de Campo Las Palermas
18 Löcher, Par 72, Länge 6.308 m 18 Loch mit Par 3 Spielbahnen
Eröffnung 1999 und  2006
Meloneras Golf Oasis Golf
18 Löcher, Par 71, Länge…. 18 Löcher mit Par 3 Spielbahnen
Eröffnung 2006 und 2000
Platz mit Flutlicht ausgestattet
Königlicher Golfclub “Real Club de Golf de Las Palmas”
18 Löcher, Par 72, Länge 5.915 m
Eröffnung 1891
Der älteste Golf-Club Spaniens
 


Weitere Infos:
www.grancanaria.com
www.grancanariagolf.com


 



Teneriffa

die flächenmäßig größte, der sieben Kanaren-Inseln. Nicht auf dem spanischen Festland, sondern auf dieser Atlantik-Insel befindet sich mit dem „Teide“, der höchste Berg Spaniens, Höhe 3.718 Meter. Im Vergleich mit unserer Zugspitze ein wahrer Riese.
Teneriffa ist eine Insel voller Kontraste. Diese reichen vom satten Grün der Lorbeer-Wälder, der Weinberge und der Bananenplantagen, über Strände mit schwarzen oder gelben Sand bis zu den eindrucksvollen Lava-Landschaften, der über die Insel verteilten Vulkane.

Golf-Course auf Teneriffa:

 

Abama Golf Golf del Sur
18 Löcher, Par 71, Länge 6.232 m 27 Löcher, Par 72
Eröffnung 2005 und 1987
Amarilla Golf Los Americas
18 + 9 Löcher, Par 71, 6.648 Yards
18 Löcher, Par 72, Länge 6.039 m
Eröffnung 1989 Eröffnung 1998
Buenavista Golf. La Rosaleda (Gestaltet von Severiano Ballesteros)
18 Löcher, Par 72; 9 Löcher, Par 27
Eröffnung 2003 und 1998
Costa Adeje Los Palos, (gestaltet von Jose Maria Olazabal)
18 + 9 Löcher, Par 72, Länge 6.203 m 9 Löcher, Par 27
Eröffnung 1998 und 1994
Königlicher Golfclub „Real Club de Golf de Teneriffa“
18 Löcher, Par 71, Länge 5.750 m
Eröffnung 1932
 
 



Weitere Infos:
www.webtenerife.com



 



Lanzarote

die östlichste der kanarischen Inseln, nur ca. 100 km von der afrikanischen Küste entfernt. Die Insel vermittelt einen einmaligen Einblick in die Geschichte der Vulkane. Die Landwirtschaft nutzt den Lava-Boden um die Feuchtigkeit der Passat-Winde aufzufangen.
Besonders beliebt ist Lanzerote bei Wellenreitern und Windsurfern.
Auf Schritt und Tritt begegnen die Besucher der Vulkan-Insel den Werken, die der Künstler Cesar Manrique hinterlassen hat.
Ein Muss für jeden Urlauber: ein Besuch der Vulkanstätten „Parque National de Timanfaya“, „La Geria“ und „Los Hervideros“ .

Golf-Course auf Lanzarote

 

Costa Teguise
18 Löcher, Par 72, Länge 5.582 m
Eröffnung 1978
Lanzarote Golf Report
18 Löcher, Par 72, Länge 6.133 m
Eröffnung 2008
 


Weitere Infos:
www.turismolanzarote.com
www.lanzarote-golf.com

 



La Gomera

auch Kolumbus-Insel genannt, der 1492 hier Station machte um Lebensmittel und Wasser für seine Amerika-Reise, zu bunkern.
Die Insel beeindruckt durch die herrlichen Lorbeer-Wälder und den bizarren Schluchten.
Für Golfer wurde hier 2003 eine 18 Loch-Anlage geschaffen, die zu den schönsten der Kanaren zählen soll.

Tecina Golf
18 Löcher, Par 71, Länge 6.343 m
Eröffnung 2003

Weitere Infos:
www.gomera-island.com


Umfassende Auskünfte zu den Kanarischen Inseln bekommen Sie über: www.turismodecanarias.com

 

Text: Klaus Pfeffermann
Fotos: Klaus Pfeffermann und Turismo de Canarias
 

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