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Südafrika mehr als nur ein Golfland

 Von Klaus Pfeffermann

 

Ein Redaktionsteam von GOLFplus war im Februar 2005 in Südafrika, am Kap der guten Hoffnung. Insider warnten uns; Februar ist zu spät. Der afrikanische Sommer ist dann viel zu heiß. Golfspielen wird um diese Jahreszeit zur reinen Qual. Nun, ich habe ja schon einige Südafrika-Erfahrungen bei meinen Besuchen gesammelt. Wir wagten den späten Termin und wurden belohnt. Mag sein dass, laut Statistik, diese Warnung gerechtfertigt war; wir hatten Glück! Am Tag trockene Wärme zwischen 28 und 32 Grad, nachts angenehme Kühle zwischen 18 und 20 Grad. Und das, obwohl die Einheimischen 2005 Klage über den trockensten Sommer der letzten Jahrzehnte führten.
Trocken war der diesjährige Sommer. Golfplätze, ohne Fairway-Bewässerung fanden wir meist braun statt grün, vor.  Aber auch bei Golfanlagen mit Fairway-Bewässerung war Wasser oft Mangelware. In Kapstadt selbst war das Gießen der Gärten nur für 30 Minuten pro Woche gestattet. Die Einhaltung dieses Verbotes wurde auch überwacht. Nicht umsonst wird die Polizei und Feuerwehr am Kap seit Jahren von bayrischen Spezialisten geschul
t.  

Südafrika bietet mehr, viel mehr als nur Golf:

Das Weinland um Paarl / Stellenbosch/ Franschhoek mit den vielen, einladenden Weingütern. Die hervorragende Qualität, preiswerter Steaks und  guter Weine in den Restaurants. Preiswert besonders außerhalb der Ballungsgebiete. Einkaufsbummel in den neuen Einkaufszentren. Eine Fahrt ins Gebirge, mit überwältigenden Ausblicken. Die Garden Route mit ihrem Reichtum an Pflanzen und Tieren, usw. usw.

Die South African Airways SAA brachte uns von Frankfurt, non stopp, in 12 Stunden sicher nach Cape Town. Gut Ausgeruht, auch als Economy-Class Passagier, (zwischen Europa und Südafrika ist nur 1 Stunde Zeitunterschied), sind wir angekommen. An Bord konnten wir bereits erleben, was südafrikanische Gastfreundschaft heißt.
Übrigens: Die SAA fliegt ab September 2005 jetzt täglich, non stopp, von Frankfurt nach Cape Town, wobei 15 kg Golfgepäck frei sind. Als besondere Überraschung für die kommende Saison: Der Sitzabstand der Economy-Class wird ab September von 80 cm auf 85 cm erhöht!

Beim Aussteigen um 8 Uhr schönstes Wetter und angenehme 23 Grad. Wir, die Kälte des  strengen Winter 2005 in Deutschland noch in den Knochen, haben die Wärme so richtig genossen.
Auffallend, bei der Fahrt mit unserem Leihwagen (Vorsicht Links-Verkehr), die Townships entlang der Schnellstrassen sind im vergangenen Jahr wieder gewachsen. Die Schattenseiten, des Anfang der 90ziger Jahre beendeten Apartheid-Regimes sind eben noch lange nicht überwunden. Gleichzeitig fällt aber auf, dass der in den letzten Jahren bereits beobachtete Bauboom unvermindert anhält. Ich habe noch in keiner anderen Metropole der westlichen Welt eine solch gravierende Veränderung des Stadtbildes innerhalb eines Jahres gesehen als in Kapstadt!  

Cape Town und Umgebung präsentiert sich als Reiseland für jeden Geschmack. Zum einen, die glitzernde Metropole (nicht umsonst ringt Kapstadt um den Ruf der schönsten Stadt der Welt ), zum anderen, die faszinierende Lage unterm Tafelberg,  die Kilometer langen Sandstrände, die berauschenden Küstenstrassen und die riesigen Einkaufszentren (Viktoria&Alfred Waterfrond am Hafen) . Nicht zu vergessen, das bezaubernde Weinland um Paarl, Stellenbosch und Frenschhoek, in nur 40 km Entfernung von der City.
Und natürlich für uns Golfer besonders von Interesse: mehr als 30 Golfplätze. Zugegeben nicht alle lohnen den 12 Stundenflug, aber einige gehören zu den besten Süd Afrikas, wie z.B.
Steenberg, Westlake, Clovelly, Arabella, Pearl Valley, Paarl/Boschenmer, Erinvale

Dem  Wechselkurs des Euro sei Dank, ist ein Urlaub in Süd-Afrika für uns Europäer noch preiswert. Wenn auch das Preisniveau innerhalb der letzten Jahre in den Ballungsgebieten erheblich gestiegen ist. Die Südafrikaner beobachten diese Entwicklung bereits mit großer Sorge. Viele befürchten vor allem, dass die Preise bis 2010, dem Jahr der Fußball-WM in Süd-Afrika, noch weiter ansteigen. Und was dann? Bei derzeit über 30 Prozent Arbeitslosigkeit. 

Wer zum Golfen in die Kap-Region fährt, dem werden 3 Dinge garantiert:

Von Oktober bis Ende April gutes Wetter.
Freundliche Menschen – obwohl das Lebensmotto der Süd-Afrikaner „Alles hat Zeit, alles braucht Zeit „ vom Ansturm der Touristen aus Europa auf eine harte Probe gestellt wird.
Und günstige Greenfee-Preise zwischen 40.- und 65.- Euro. Tendenz aber stark steigend, vorwiegend  in der Tourismus-Hochburg Kapstadt .  
An der Garden Route müssen Sie schon jetzt auf den Top-Plätzen mit über  € 70.- rechnen.

Mein Tipp: Nehmen Sie sich für Ihren Aufenthalt mindestens 3 Wochen Zeit. Sonst wird der Urlaub in diesem herrlichen Reiseland am Kap zu einer Hetze von Hotel zu Hotel, von einer Sehenswürdigkeit zur anderen. Dafür ist es hier aber einfach zu schön. 
An dieser Stelle bedanke ich mich im Namen unseres Teams bei der Fa. Komperdell, die uns mit Testschlägern unterstützt hat. Über unsere Erfahrungen, besonders mit den neuen Hybrid-Schlägern, haben wir bereits berichtet.

 

Die schönsten Golfplätze rund um den Tafelberg:

Atlantic Beach GC 18 Löcher, Par 73
Greenfee: € 37.-

Moderne Golfanlage, direkt an der Atlantik-Küste, in einer hügeligen Dünen-Landschaft ohne Bäume, aber mit viel Buschwerk. Und teilweise sehr engen Fairways.
Herrliche Blicke auf den Tafelberg, die Stadt und Robben Island. Die Aussicht entschädigt für den, nicht  immer zufrieden stellenden Score.  Beim Qualifikations-Turnier für die Britisch Open, im Januar 2005, lagen der Score des Tagessiegers einmal bei 82, obwohl die gesamte Spitzenklasse Süd Afrikas am Start war. Der Grund? Der fast täglich wehende Wind vom Meer.  
Was heißt hier wehend? Für uns Landratten war es, bei unserem Besuch mehr „ Sturm „ als Wind!
Auf der Anlage werden Sie auch auf einigen Fairways von freilaufenden Springböcken begleitet und beobachtet.
Pflegezustand: Gut. Gehört zu den schweren Plätzen der Region. Großes Clubhaus, Hotel am Platz.

Weitere Infos:
Tel: 0027 ( 0 ) 21 553 2223
www.atlanticbeachgolfclub.co.za

 

Clovelly GC 18 Löcher, Par 73
Greenfee: € 50.-

Der Platz liegt an der False Bay zwischen Muizenberg und Fish Hoek im Tal des Silverline Flusses. Er gilt unter Kennern als einer der schönsten Plätze um Kapstadt.

Bereits 1924 erbaut, ist der Platz noch heute im Privatbesitz.
Hohe Bäume säumen die gepflegten Fairways. Teilweise auch festes Buschwerk als Ausgrenze. Viel Wasser. Keine Häuser.
Vor wenigen Jahren wurde der Platz gründlich renoviert.
Obwohl, pro Jahr über 60.000 Greenfee-Runden gespielt werden, bestens gepflegt.
Malerisch Gelegen, mit Blick aufs Meer gilt Clovelly als schwer zu spielen. Eine stets frische Brise von der False Bay fordert vor allem von Gästen, die dies nicht gewohnt sind, volle Konzentration.
Wer Glück hat, kann auf der Runde auch auf eine Gruppe Paviane treffen. 

Weitere Infos:
Tel: 0027 ( 0 ) 21 782 6410

www.clovelly.co.za
 

 

 

Milnerton  GC, 18 Löcher, Par 72
Greenfee: € 36.-

Dieser Dünenplatz liegt ebenfall an der Atlantik-Küste, wie der Atlantik GC, aber näher bei Kapstadt. Er bietet ebenfalls grandiose Blicke auf den Tafelberg, den Lion`s Head und Devil`s Peak, auf Kapstadt und auf Robben Island. Das Lagunen-Gelände, zwischen einer Flussmündung und dem Atlantik, scheint extra zum Bau eines „Links“, geschaffen. Man spielt neun Löcher „ 0ut „ zum Halfway-House, dann neun Löcher „ In „ zum Clubhaus.
Sollten Sie den Milnerton GC bereits früher einmal gespielt haben, Sie werden den Kurs nicht wieder erkennen!

Durch den Umbau vor einigen Jahren und der Erweiterung zum Golf-Ressort, ging leider viel von seiner ursprünglichen Wildheit verloren
. Anstelle von Bäumen und Buschwerk stehen jetzt teilweise Häuser entlang der Fairways. Trotzdem,  diesen anspruchsvollen Golf-Course zu spielen lohnt. Der Wind kann, wie beim Atlantik-Course, den Score zum Alptraum werden lassen.
Der Pflegezustand ist ausgezeichnet, die Bauarbeiten für die Häuser sind weitgehend abgeschlossen.  

Weitere Infos:
Tel: 0027 ( 0) 21 552 1047

www.milnertongolfclub.co.za

 

Steenberg GC 18 Löcher, Par 72
Greenfee: € 63.-

Im Tal von Constantia wurde 1997 auf dem unteren Teil der Steenberg-Wein-Farm ein 18 Löcher-Course, der Extra-Klasse eröffnet. Geplant vom Südafrikanischen Golfarchitekten, Peter Matkovich, der u.a. auch den Arabella-Course bei Hermanus gestaltet hat.
Innerhalb kurzer Zeit gehörte Steenberg zu den Plätzen, die man bei einem Kapstadt-Besuch einfach spielen muss!
Lange Zeit galten die Waste Bunker von Steenberg (Schläger darf aufgesetzt werden) als die  längsten Bunker der Welt. Ich glaube inzwischen hat die Golfanlage Gut Häusern, bei München, den GC  Steenberg übertroffen.
Das verwendete Bentgras auf den Fairways von Steenberg sichert einen gleich bleibend, hohen Spielkomfort, auch bei Sommerhitze.
Bester Pflegezustand. Zur Anlage gehört ein luxuriöses Clubhaus, mit bester Bewirtung und ein elegantes Hotel, mit einem über Kapstadt hinaus berühmten Weinkeller. 

Weitere Infos:
Tel:0027 ( 0 ) 21 713 1632

www.steenberghotel.com

 

Westlake GC, 18 Löcher, Par 72
Greenfee: € 44.-

Bereits 1934 wurden die ersten 9, von ehemaligen Clovelly Mitgliedern, gebaut. 1960 wurde der 18-Löcher-Platz grundlegend umgestaltet. Heute prägen über 20 Meter hohe, wild zerzauste  Kiefern das Bild des Platzes.
Die Spielbahnen entlang des Silverminen-Berges sind satt und weich. Die Bälle rollen nicht sehr weit. Man muss sich auf jeder Spielbahn Meter um Meter erarbeiten. Dem Lesen der Puttlinie sollten Sie besondere Beachtung schenken. In Westlake wächst das Gras meist in Richtung des Silverminen-Berges.
Mein Lieblingsloch, die 12. Ein Par 4 mit 340 Meter. Das Tee ist erhöht, der Abschlag muss auf ein schmales, von Bäumen umrandetes Fairway geschlagen werden, dann Dogleg nach links. Und nun zu allem Überfluss,      70 Meter vor dem Grün, mitten auf dem Fairway, eine riesige Kiefer.
Der Pflegezustand ist ausgezeichnet. Das renovierte Clubhaus lockt zum verweilen.

Weitere Infos:
Tel: 0027 ( 0 ) 21 778 2020

www.westlakegolfclub.co.za

Weitere spielenswerte Golfanlagen in Kapstadt:

Mowbray GC, liegt leider zwischen 2 Stadt-Autobahnen,  laut.
Rondebosch GC, durch Autobahnen ebenfalls sehr laut, kaum Startzeiten erhältlich.
Royal Cape GC, ältester Platz Südafrikas. Hochnäsiges Personal.
Bellville GC, hügeliger Parkland-Course, ca. 30 km außerhalb Cape Towns.
Durbanville GC, nahe Bellville, neu renoviert. Topzustand.

Die schönsten Golfplätze im Weinland von Paarl/Stellenbosch:

Das Weinland, in 40 bis 80 Kilometer Entfernung von Kapstadt gelegen, hat sich aus Sicht der Golfer in den letzten Jahren durch Um- und Neubau von Golf-Anlagen ins Gespräch gebracht. Die Golfanlage von Paarl wurde auf  27 Löcher erweitert. Der Golfplatz von De Zalze – Spier wurde fertig gestellt. Jack Nicklaus plante und baute den neuen Platz von Pearl Valley. Die Deutsche Arabella-Gruppe baute Hotel und Golfanlage bei Hermanus. Als Zentrum für Wal-Beobachtung ist das Meer bei Hermanus weltweit bekannt.

Die Plätze im Einzelnen:

Pearl Valley GC 18 Löcher, Par 72
Greenfee: € 63.-

Der 2001 eröffnete Jack Nicklaus Platz lockt heute auch schon Golfprofis aus aller Welt zum Training.
Die einzelnen Spielbahnen haben alles was einen Platz schwer und faszinierend macht. Viele Bunker, viel Wasser, Wind und Hitze! Die Gegend um Paarl/Stellenbosch gehört zu den wärmsten Plätzen der Kap-Region.
Pfeilschnelle Grüns erschweren das Spiel. 4 Putts sind in Pearl Valley, auch für einstellige Golfer, keine Seltenheit. Die Häuser entlang der Spielbahnen sind zu 60 bis 70 Prozent fertig gestellt. Das neue Clubhaus wird noch 2005 eröffnet.

 

 

 

 

Aufgrund der großen Nachfrage plant der Goldene Bär, wie Jack Nicklaus auch genannt wird, bereits weitere 18 Löcher. Das Gelände hierfür ist vorhanden.

Wie ich bei meinem Besuch erfahren konnte plant Jack Nicklaus in Pearl Valley etwas ganz Besonderes.:
Er will hier, die schönsten 18 Löcher seiner 250 weltweit gebauten Golfplätzen nachbauen. In den nächsten Jahren entsteht also im Weinland ein Platz der Superlative.

Weitere Infos:
Tel: 0027 ( 0 ) 21 867 0761
www.pearlvalley.co.za

 

Arabella GC, 18 Löcher, Par 72
Greenfee: € 69.-

An der größten Lagune Südafrikas, der Botriver-Lagune, zwischen Meer und Gebirge liegt bei Hermanus, der anspruchsvolle Arabella- Championship-Course, vom Südafrikaner Peter Matkovich entworfen. Ein schwerer Platz, der aber auch Golfern mit mittlerem Handicap Freude macht, befindet sich in einem perfekten Zustand.
Die schönsten Spielbahnen sind die 8, Par 5 Abschlag am höchsten Punkt der Anlage, Grün auf Meereshöhe sowie die 17 und 18 beide verlaufen entlang der Küste.
Auf dem Arabellakurs finden nur wenig Turniere statt. Manager Mr. Blumstett möchte auf jeden Fall Startzeiten für die Besucher freihalten.
Für Abhilfe wird ein weiterer 18-Löcher-Course, der Mountain-Course, sorgen. Ab  2005 wird mit dem Bau des Platzes einschl. Golf-Akademie begonnen, geplant von Jack Nicklaus. Voraussichtliche Eröffnung Ende 2006
Zum Ressort gehört das Arabella Western Cape Hotel & Spa. Nach der Runde können Sie sich mit einem echten, bayrischen Paulaner Weißbier erfrischen. 

Weitere Infos:
Tel: 0027 ( 0 ) 28 284 9383

www.arabellagolf.co.za
 

 

Paarl/Boschenmeer GC, 27 Löcher, Par 72
Greenfee: € 36.-

Vor 3 Jahren wurde der GC Paarl um weitere 9 Löcher erweitert. Der Architekt David Frost hat ganze Arbeit geleistet. Zur Eröffnung wurde die Anlage in GC Paarl/Boschenmeer umbenannt.
Die neuen 9 Löcher erinnern teilweise an die Plätze in den schottischen Highlands. Wenn, ja wenn die Häuser an den Spielbahnen nicht so eng am Fairway stehen würden. Schade.
Gewaltig der Umbau der alten 18 Spielbahnen. Der Parkland-Course entspricht nun den Ansprüchen die heute Golfer stellen.
Dabei hat es Frost geschafft, den Charakter des „Old Paarl „ weitgehend zu erhalten.
Auch das Clubhaus wurde großzügig neu gebaut, es steht den Besuchern seit Ende 2004 zur Verfügung. 

Weitere Info:
Tel: 0027 ( 0 ) 21 863 1140

www.boschenmeer.co.za

 

 

Spier Golf / De Zalze, 18 Löcher, Par 72
Greenfee: € 35.-

Noch ein Peter Matkovich Platz. In den Weinbergen von Spiers hat der Meister in unmittelbarer Nähe des Old Stellenbosch GC eine schwierige Anlage gebaut. In De Zalze haben es mittlere Handicap-Spieler schwer mit dem 2. (Par 4) bzw. 3. (Par 5) Schlag das Grün zu erreichen. Nehmen Sie einen ausreichenden Vorrat an Bällen mit. Die engen Fairways und das viele Wasser fordern ihren Tribut.
In besonderer Erinnerung ist mir Loch 12, ein Par 4 mit nur 268 Metern. Der Abschlag liegt inmitten eines Sees. Sie müssen auf einen engen Fairway-Streifen treffen. Zu weit rechts, landet der Ball in hohen Bäumen oder auf dem Nachbar-Fairway.
Zu weit links, landet der Ball im See. Und das Grün direkt angreifen? Da kommt dann bei den Einstelligen viel zu oft der Wind ins Spiel.
2004 wurde das großzügige Clubhaus fertig gestellt.
Leider ist in den nächsten Jahren noch mit einer regen Bauarbeit für die Häuser, entlang der Spielbahnen,  zu rechnen.
Pflegezustand: Gut. 

Weitere Infos:
Tel: 0027 ( 0 ) 21 880 7300

www.spier.co.za

 

Erinvale GC, 18 Löcher, Par 72
Greenfee € 62.-

Golflegende Gary Player hat den Platz entworfen, der von Schikanen nur so gepflastert ist. Die Grüns sind teilweise von Bunkern eingemauert. Die Ersten 9 schlängeln sich durch das Tal des Lourens-Flusses. Die Zweiten 9 führen uns hoch in die Berge.
Sie sollten unbedingt ein Cart nehmen. Die Spielbahnen sind breit, die Häuser des Golf-Ressorts stören nicht.
Die Südafrikaner diskutieren aber oft, ob es richtig war, den Bauherren eine so freie Hand bei der Planung der Häuser zu lassen. Entstanden ist, besonders bei den zweiten 9, ein Wohngebiet, mit Häusern in unterschiedlichsten Baustilen. Erinnerungen an Hollywood werden geweckt. Der Eine mag es, der Andere nicht, also Jedem das Seine!

Der Platz ist schwer. Bei den South African Open 2004 kostete an der 17, dem Schotten  Montgomerie, ein Doppelbuggy auf der Schlussrunde, den schon sicher geglaubten Sieg.
Schade nur, dass in diesem Jahr, vom Glanz der Anlage einiges verloren gegangen  ist.
Wir von GOLFplus haben 2005 eine Art „Golf-Fabrik“ vorgefunden. Total überfüllt, alle 7 Minuten ging ein Flight auf die Runde. Das Personal absolut überfordert. Keine Information ob an der 1 oder an der 10 gestartet werden muss. Auf der ganzen Runde immer Druck von hinten -  Druck nach vorne, usw.
Da müssen sich die Verantwortlichen für die Zukunft etwas einfallen lassen, sonst ist der gute Ruf bei den Greenfee-Spielern bald aufgebraucht.
Insgesamt war der Platz noch in einem guten Pflegezustand. Nur die Tees von denen die Greenfee-Spieler abschlagen mussten, wie ein Acker, weitgehend ohne Gras! 

Weitere Infos:
Tel: 0027 ( 0 ) 21 847 1906

www.erinvalegolfclub.com

Weitere gute Golf-Course des Weingebietes:

Devon Vale GC, inmitten von Weinbergen gelegen. Die Renovierung ist bis Ende 2005 abgeschlossen.
Strand GC, flacher Stadtplatz mit viel Bäumen und Wasser. Stark überlaufen.
Stellenbosch GC, alter Parkland-Course. Alle Grüns wurden 2004 erneuert.
Startzeiten sind kaum zu bekommen. Das Personal ist nicht sehr hilfsbereit.  

Hermanus GC,
ruhiger Parkland-Course, in schöner Umgebung. Alter Baumbestand. Vorsicht eine Herde Paviane treibt ihr Unwesen. 

Was Sie beim Besuch in Cape Town und im Weinland auf keinen Fall versäumen dürfen:

Bummel durch die  Victoria & Alfred Waterfrond, am Hafen von Cape Town. Südafrikas größtes Shopping- und Amüsier-Zentrum. Täglich Unterhaltungs- Veranstaltungen. Man trifft sich hier.
Robben Island mit dem Schiff auf die rund 10 Km entfernte Gefängnis-Insel    ( Nelson Mandela war hier inhaftiert), mit herrlichem Blick auf Cape Town und Tafelberg
Fahrt auf den Tafelberg, mit der neuen Panorama- Seilbahn. Vorsicht, das Wetter und damit die Sicht ändern sich oft mehrmals am Tag.
Kap der guten Hoffnung, ein Ausflug in den Table Mountain Nationalpark lohnt immer, € 5.- pro Person
Besuch der Kleinstadt Simons Town, zu erreichen über Fish Hoek ( Golfplatz Clovelly ), freilaufende Pinguine bestaunen.
Küstenstrasse Chapmens Peak Drive, auf der Rückfahrt vom Kap der Guten Hoffnung. Eine der schönsten Küstenstrassen der Welt. Seit 2005, nach 4 Jahren Sperre, wieder eröffnet.
Kap Agulhas, der südlichste Punkt Süd Afrikas. Ca. 2,5 Std. Fahrzeit von Kapstadt. Hier treffen sich der Indische Ozean und der Atlantik. Sie sind nur noch 6.135 km vom Süd-Pol entfernt

Die Garden Route, mit dem schönsten Golf-Ressort der Welt  "Fancourt"

Nur rund 400 km von Cape Town entfernt, treffen Sie auf eine andere Welt. Alles grün, üppige Fauna und Flora. Allerdings, gibt es hier in der südafrikanischen Sommerzeit nachmittags öfters kurze Regenschauer.
An der Garden Route zwischen Mossel Bay und Plettenberg entsteht in den nächsten Jahren ein großes Golf-Eldorado. In spätesten 2 Jahren sollen mehr als 14 Golfanlagen, von 11 verschiedenen Architekten geplant, den Gästen zur Auswahl stehen. 10 Golfanlagen werden heute schon von Golfern aus aller Welt bespielt.


Im Einzelnen: 

George GC, 18 Löcher, Par 72
Greenfee: € 41.-

Der Golfcourse von George war schon immer ein Geheimtipp, der durch die Renovierung in den letzten Jahren weiter aufgewertet wurde. George GC ist vielleicht der grünste Golfplatz, der gesamten Kap-Region. In den Sommermonaten herrscht hier Hochbetrieb von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Trotzdem wird ohne Hektik gespielt. Einen herrlichen Blick haben Sie vom schönen Clubhaus, oberhalb des neuen Sees, auf die 1 und 18.
Der Parkland-Course befindet sich in einem sehr guten Zustand.
Am Loch 12 wird in unmittelbarer Nachbarschaft ein weiterer 18- Löcher-Platz gebaut. Eröffnung soll 2006 sein.
Übrigens eignet sich George bestens als Standort für den Besuch weiterer Golf-Plätze der Garden Route, die alle innerhalb max. 70 km Entfernung zu erreichen sind.

 

Weitere Infos:
Tel:0027 ( 0 ) 44 873 6116

www.georgegolfclub.co.za

OUBAAI GC 18 Löcher, Par 72

Im März 2005 wurde in der Nähe von George, in Herolds Bay, eine neue 18-Löcher-Anlage der Extra-Klasse eröffnet.
Von einem der derzeit besten Golfer der Welt Ernie Els geplant und gebaut:  Der exclusive
OUBAAI GC.

Weiterte Infos:
Tel: 0027 ( 0 ) 44 85 1031

www.oubaai.co.za

 

Pezula GC, 18 Löcher Par 72
Greenfee: € 87.50 einschl. Carts

Im Herzen der Garden Route, auf den Klippen von Knysna, entstand in den letzten Jahren der wohl spektakulärste Golf-Course Süd Afrikas. Die grandiosen Ausblicke auf den indischen Ozean, von einigen Spielbahnen sind ein Geschenk der Natur.
Diesen Course zu spielen ist ein Erlebnis der besonderen Art.
Dramatisch Loch 13 und 14. Man spielt vom höchsten Punkt der Anlage direkt aufs Meer. Nicht nur die Optik stimmt. Auch der spielerische Anspruch des Platzes.
Der Zustand des gesamten Ressorts faszinierend.Überzeugen Sie sich selbst.

Weitere Infos:
Tel: 0027 ( 0 ) 44 302 5300

www.pezula.com

 

 

 

GC Knysna, 18 Löcher, Par 72
Greenfee: € 40.-

 

In Knysna selbst sollten Sie auch den Platz des GC Knysna , am Fuße der Klippen von Pezula gelegen, spielen.

Der renovierte Platz gehört zu den Top 100, der über 500 Golfplätze Süd Afrikas.
Noch 2005 soll nahe Knysna ein neuer
18-Löcher-Platz der Jack Nicklaus Group  eröffnet werden.

 

 

 

Goose Valley GC, 18 Löcher, Par 72
Greenfee: € 35.-

Altmeister Gary Player hat das Gelände bei Plettenberg vor einigen Jahren entdeckt. Bei Spaziergängen soll der Plan, auf diesen Gelände einen Golfplatz zu bauen, gereift sein.  Gary, hat erst einen großartigen 9-Löcher-Platz geplant, der vor wenigen Jahren auf 18 Löcher erweitert wurde. Der Meister selbst besitzt bei der Bahn 14 ein Feriendomizil, das er auch regelmäßig im Dezember besucht.
Vom Manager des Clubs habe ich erfahren, Gary spielt dann täglich ab 6 Uhr (am Morgen) seine Runde.
Besonders interessant Loch 11, Par 3. Der Abschlag von einer 12 Meter hohen Düne Richtung Ozean.

Weitere Infos:
Tel: 0027 ( 0 ) 44 533 5082
www.goosevallygolfclub.com

 

 

Fancourt GC, 4 x 18 Löcher,
The Links, Greenfee: € 119.-, Montagu, Greenfee : € 66.-, Outeniqua, Greenfee: € 66.-,
Brambell Hill, Greenfee: € 27.50

Das Fancourt Golf Ressort gehört sicher zu den Besten der Welt. Zu unserer Besuchszeit fand die Ladies-Mannschafts WM statt. Leider haben wir  trotz großer Bemühungen, keinen Termin zur Besichtigung von Fancourt  bekommen.
Dies ist der Grund, dass ich Ihnen auch keine Bewertung und Beschreibung der Anlage geben kann. Nach unseren Informationen, kann nur der Platz Brambell Hill von Greenfee-Spielern, die nicht im Ressort wohnen, genutzt werden.
Die anderen Plätze sind nur für die Gäste des Golf-Ressorts zugänglich.
Wir werden bei unserer nächsten Südafrika-Reise versuchen in Fancourt einen Besichtigungs-Termin zu bekommen, um Sie, anschließend informieren zu können.

Weitere Info:
0027 ( 0 ) 44 804 0030
www.fancourt,com

Weitere interessante Golf-Course an der Garden Route:

Plettenberg GC, abwechslungsreicher Parkland-Course.
Mossel Bay GC, der hoch über der Stadt liegende Course gilt bei Insidern nach der Renovierung als Geheimtipp. Herrliche Sicht auf Küste und Meer.
Weitere Golfprojekte: Nahe Mossel Bay wird eine weitere 27 Löcher-Anlage durch die Jack Nicklaus-Group
geplant und gebaut.


Was Sie bei einem Besuch der Garden Route auf keinen Fall versäumen sollten: 
Mit der Outeniqua Choo Tjoe Dampfeisenbahn von George nach Knysna zu fahren
Austernessen am Hafen in Knysna
Besuch einer Straußenfarm in Oudtshoorn, anschließend Besuch der größten Tropfsteinhöhle der Welt Cango Caves
Eine Fahrt über den unbefestigten
Swartbergpass. Wegen der herrlichen Aussicht, allen besonders mutigen Autofahrern, sehr zu empfehlen.
Und besonders wichtig,
für alle Plätze die ich Ihnen vorgestellt habe, vor Antritt der Reise über Ihr Hotel oder Ihr Reisebüro Abschlagzeiten  buchen!
Sonst wird es sehr schwierig vernünftige Abschlagzeiten innerhalb der Urlaubszeit zu bekommen.

Weitere Infos:
Südafrikanisches Fremdenverkehrsamt
Tel: 0180 5722255
www.southafricatourism.de
www.southafrika.net

South Africa Airways
www.flysaa.de
Tel: 069 / 2998030

Wichtige Informationen: 

Flüge:
Tägliche Linienflüge mit
South Africa Airways ab Frankfurt
Klima: Beste Reisezeit fürs Kap, Mitte Oktober bis Anfang Mai
Währung: Südafrikanischer Rand ( 1€ = 7,…. Rand )
Visum: Bis zu 3 Monate für Deutsche, Österreicher und Schweizer nicht erforderlich
Strom: 220 Volt Spezial Stecker erforderlich
Zeitzone: Wie Europa, kein Jetleg!
Telefon: Vorwahl Deutschland 0949 nicht 0049
Verkehr: Links-Verkehr
Sicherheit: Vorsicht ist angebracht. Auto-Türe immer von innen verschließen
Gesundheit: Auslandskrankenversicherung empfehlenswert

Die Redaktion von GOLFplus wünscht Ihnen einen schönen Urlaub am Kap der Guten Hoffnung. Lassen Sie sich vom Bazillus Africanus, von den Menschen, der Natur, dem Klima und den Weinen verzaubern.

 

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