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Tour de France „GOLF“

 

Zweite Etappe Von der Mittelmeer-Küste nach Toulouse

Von Avignon kommend erreichten wir bei Montpellier/La Grande Motte erstmals die Mittelmeer-Küste in Süd-Frankreich, wir sind im Departement Languedoc-Mediterranee.

Der einst urwüchsige, 200 km lange Sand-Strand wurde, in den letzten Jahren immer mehr, zu einem großen Freizeit-Park ausgebaut. Die riesigen Ferienzentren (La GrandeMotte/Sète/Cap d´Adge), zum Teil noch in der Hochhaus-Architektur der 70er Jahre gestaltet, entsprechen nach meiner Meinung leider nicht mehr den Erwartungen der Urlaubsgäste, die außerhalb der Hauptferienmonate (Juli/August) Erholung suchen.
Durch die Umgestaltung verloren gegangen sind die früher leicht erreichbaren Zufahrten zu den alten Fischerhäfen bei Sète oder bei Cap d´Adge. Vergeblich suchte ich den Weg zu den kleinen Fischer-Dörfern mit ihren kleinen Austern-Verkaufsständen. Diese waren noch vor Jahren zahlreich zu finden! Alles ist jetzt stark reglementiert. Einen Parkplatz für unser Wohnmobil suchten wir vergebens. In Adge wollten wir den Hafen besichtigen und in einer der typischen Hafen-Kneipen etwas essen. Parken mit dem Wohnmobil war auch tagsüber nicht erlaubt. (Auch in der Nebensaison ist das Parken für Wohnmobile nicht gestattet!). Erst ca. 4 Kilometer vom Hafen entfernt fanden wir einen Parkplatz, wie aber jetzt zum Hafen kommen? Wir verzichteten auf die Besichtigung.

Damit Sie mich richtig verstehen. Für die Haupturlaubszeit sind diese Einschränkungen wahrscheinlich notwendig, aber in der Vor- und Nach-Saison? Die für den Tourismus zuständigen Organisationen sind gefordert, hier Abhilfe zu schaffen.
Die Verantwortlichen müssen flexibler werden und nachbessern. Der typisch französische Charme, den diese Region einst ausstrahlte, darf nach meiner Meinung nicht ohne Widerspruch den Bedürfnissen, die der Massen-Tourismus für nur 2 bis 3 Monate jährlich fordert, geopfert werden.

In den traditionsreichen Städten wie Montpellier, Béziers oder Narbonne, mit mächtigen Klöstern und Burgen, nur wenige Kilometer von der Küste entfernt ist der Charme, trotz des ständig steigenden Verkehrsaufkommens, noch immer zu finden.
Im Landesinneren durchquerten wir auf dem Weg nach Toulouse, die Languedoc-Ebene mit Weinfeldern, Agrarland und auch großen Heide-Flächen. Seit Menschengedenken wird dieses Gebiet besiedelt. In der Antike waren es die Griechen und Römer, später kamen dann die Westgoten und Araber. Heute bevölkert alle Jahre wieder eine Schar von 6 Mio. Sonnenanbetern die Mittelmeer-Küste. In den Sommermonaten hält hier der Massen-Tourismus Einzug, mit all seinen Vor- und Nachteilen. Die „Actions-Gesellschaft“ unserer Zeit, die Jugend und die vermeintlich Jung-Gebliebenen schätzen diese Angebote.

In der Region Languedoc-Roussillon sind eine Reihe sehr schöner Golf-Anlagen beheimatet, die ich teilweise von meinen früheren Besuchen kannte. Wir wollten Ihnen auch diese Anlagen vorstellen. Leider war dies nicht möglich, meine mehrmaligen Anfragen bei den örtlichen Tourismus-Stellen, wurden leider nicht beantwortet.

Für uns ein Grund, die Region Languedoc-Roussillon nur als Durchgangsweg in die Region Midi Pyrénées, mit der Hauptstadt Toulouse, zu nutzen.



Aber Halt! Auf dem Weg nach Toulouse dürfen Sie auf keinen Fall die Besichtigung von Carcassonne versäumen.
Die mittelalterliche Oberstadt „La Cité“, seit 1997 Weltkultur-Erbe, gilt als die größte Burg Europas aus dem Mittelalter. Erhaltungszustand bemerkenswert gut. Zwei Festungsmauern mit jeweils 26 Türmen, die innere mit 1,2 km und die äußere mit 1,5 km Länge umgeben die mittelalterliche Stadt.
Unser Tipp: Besuchen Sie die Altstadt am Abend. Nach einem Dinner in einem der kleinen Restaurants rund um den Hauptplatz „Place Marcon“, ist eine Wanderung durch die hell erleuchteten Gassen ein besonderes Erlebnis.

Von Carcassonne sind es über die Autobahn A 61 kaum mehr als 100 km bis zur Universitätsstadt Toulouse. Die viertgrößte Stadt Frankreichs (450.000 Einwohner) gilt nicht ohne Grund als die heimliche Hauptstadt der europäischen Luftfahrt-Industrie.

Schon in den dreißiger Jahren starteten hier die Piloten der legendären „Aeropostale“ zu ihren Direktflügen nach Rio de Janeiro. In Toulouse stand die Wiege
des Überschallflugzeugs „Concord“ und der europäischen Weltraum-Rakete „Ariane“. Heute sorgt der Zusammenbau des modernsten Passagier-Flugzeugs der Gegenwart, dem Airbus 380, in den Montagehallen der Firma Airbus, für die Fortsetzung dieser langen Tradition.
Unter Experten gilt Toulouse, wie München, als eine Metropole mit dem Charme eines Dorfes. Hoffentlich gelingt es den Stadtvätern diesen Charme noch lange zu erhalten. Eine Herausforderung die, in unserer heute so schnelllebigen Zeit, es zählt oft nur noch Wirtschaftlichkeit und Wachstum, schwer durchsetzbar ist.


Wir haben Toulouse als Zielort der zweiten Etappe aus mehreren Gründen ausgewählt:

1. Toulouse ist ein idealer Standort, um in Tages-Ausflügen die zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Region Midi Pyrénées zu erkunden.
2. Toulouse selbst bietet eine Reihe interessanter Besichtigungen. Die sonnigen Kais am Ufer der Garonne gehören zu den beliebtesten Flaniermeilen Süd-Frankreichs
3. In Toulouse und Umgebung finden Sie 7 Golf-Course, die für eine sportliche Abwechslung sorgen.


Die Sehenswürdigkeiten im Midi-Pyrénées reichen von den Naturparks der Pyrenäen (Grande Causses, Naturpark Haut-Languedoc, Park Pyrénées Ariégeoises und dem Pyrenäen-Nationalpark) bis zum Ursprung des Canal du Midi in Sorèze-Revel-St Ferréol. Vom Besuch der Marienstadt Lourdes bis nach Rocamadour, dem auf einem Steilfelsen gebauten Dorf, auch Stätte der Christenheit genannt. Es liegt nahe dem Dordogne-Tal, mit der bekannten Karsthöhle von Padirac. Vom Besuch der Stadt Albi mit dem weltbekannten Toulouse-Lautrec-Museum bis zu den Ursprüngen der Menschheit im Departement Ariége-Pyrénées mit den Meisterwerken frühgeschichtlicher Kunst in der Grotte de Niaux.
Zum Schutz sind diese Schätze jedoch nicht öffentlich zugänglich. Im „Parc de la Prèhistoire“ in Tarascon-sur-Ariège können Sie die naturgetreuen Nachbildungen bewundern.

Moderne Baukunst unserer Zeit demonstriert die Brücke von Millau. Das „Viaduc de Millau“, 2004 eröffnet, überspannt mit 2460 m Länge den Tarn. Der höchste Pfeiler der die Brücke trägt, ist mit 343 m Höhe das höchste Brücken-Pfeiler-Bauwerk der Welt.

Was ist ein Frankreich-Urlaub ohne die regionalen Gaumen-Freuden?

Miteinander probieren und genießen.
Gänse und Enten sind aus der regionalen Küche dieser Region nicht weg zu denken. Spezialitäten, wie Stopf-Leber, Enten-Pasteten, Enten-Brüste, gefüllte Enten usw. usw. dürfen bei keinem Festessen fehlen.
Übrigens die Entenstopfleber war schon zur Römerzeit bekannt. Heute gilt „Fois de Gras“ auf den Stopflebermärkten im Departement Gers, als das Luxus-Produkt der Region.

Nicht weniger geschätzt wird der Armagnac, ein Brandwein mit vielfältigen Aromen, ein beliebtes Mitbringsel von der Reise.

Weitere Produkte aus Midi-Pyrénées sind der Ziegenkäse aus Rocamadour, Lamm-Fleisch aus dem Query, Rindfleisch aus der Gascogne oder Geflügel aus Gers, sowie der rosa Knoblauch aus Lautrec.
Von den Weinen dieser Region möchte ich gar nicht erst sprechen. Mein Tipp: Einfach in den Weingütern probieren!

Golfen auf den Golfcoursen des Midi Pyrénées

Ca. 40 Golf-Course warten auf Ihren Besuch. Unter anderem im Departement:
Haute-Garonne 10 Golf-Clubs
Hautes-Pyrénées 5 Golf-Clubs
Eine hervorragende Übersicht über alle Anlagen finden Sie unter www-guidegolf.fr.
Im Midi-Pyrénées gibt es leider keinen Golfpass, aber fast alle Golf-Anlagen offerieren laufend Spezial-Angebote, wie z.B. für Couples oder Senioren (als Senior zählen Sie teilweise bereits mit 50).
Fragen lohnt immer!

Für Sie gespielt haben wir zwei Golf-Course in Toulouse:
 

GC Toulouse-Seilh, 31840 Seilh, Route de Grenale
2x 18 Löcher,
Course Rot, Par 72 , Länge 6.141 m
Gelb, Par 64, Länge 4.071 m
Greenfee : Rot € 42,- / 56,- in der Hochsaison
Gelb € 32,- / 42,- in der Hochsaison

 

Spezial-Angebote für Senioren
Sehr gepflegter, ebener Parkland-Course, mit viel Wasser und kaum erkennbaren Gräben. Die Grüns sind onduliert und schwer zu lesen. Einstellige Golfer sollten sich vor dem Drive die Schläger-Wahl gut überlegen.
Am Loch 18 wird nochmals die volle Konzentration gefordert, es gilt 2x Wasser zu überspielen.
Ein, trotz relativer Nähe zum Flughafen, sehr ruhiger Platz, mit gemütlichem Clubhaus, das für uns überraschend bereits um 18 Uhr geschlossen wird. Aber keine Angst, dann wartet das unmittelbar benachbarte Hotel-Restaurant (gemeinsame Küche) auf die Golfer.
Wochentags keine Probleme mit Startzeiten.

Die Latitudes-Gruppe, die insgesamt 11 Hotels in Frankreich besitzt, betreibt das direkt am Golf-Platz liegende Golf-Hotel (gemeinsamer Parkplatz). Das sehr gut geführte Hotel eignet sich besonders für einen Aufenthalt zum Golfen und Besichtigen. Sehr guter Anschluss zur Stadtautobahn.
An der Hotel-Rezeption besteht die Möglichkeit Führungen durch die Montagehalle des Airbus 380 zu buchen.

Weitere Infos:
www.latitudes-hotels-toulouse.com


 

Golf Club de Toulouse, 31120 Vieille Toulouse,
2 Chemin de la Plancho

18 Löcher, Par 70, Länge 5410 m
Greenfee : € 50,- / 70,- in der Hochsaison
€ 90,- / 125,- für Couples in der Hauptsaison

Hügliger Parkland-Course mit vielen Schräglagen und Doglegs. Der bereits 1950 erbaute Course überrascht immer wieder mit spektakulären Spielbahnen, die zu spielen einfach Spass macht. Von den Bahnen 3, 14 und 15 lenken Blicke auf das herrliche Garonne-Tal vom Spiel ab. Trotz der nur 5451 m Länge darf dieser sehr gut gepflegte Platz, in Ihrem Golfprogramm bei einem Toulouse-Besuch nicht fehlen.
Tipp: Nehmen Sie sich ein Golf-Car!
Nach der Runde lockt Loch 19 zu einem Drink an der Bar. Bei unserem Besuch wurden die Sanitär-Anlagen renoviert. Leider steht nur ein verhältnismäßig kleiner Parkplatz zur Verfügung.

Weitere Infos:
www.golfclubdetoulouse.fr


Weitere Golfanlagen in der Umgebung von Toulouse:

Golf Estolosa, 31280 Dremil Lafage, Borde Haute
9 Löcher, Par 34, Länge 2.220 m

Golf Saint-Gabriel, 31850 Montrabe, Lieu dit Castie
9 + 3 Löcher, Par 35 + Par 11, Länge 2.850 m

Golf de Palmola, 31660 Buzet sur Tarn, Route d´Albi
18 Löcher, Par 72, Länge 6.156 m

Golf de la Ramée, 31170 Tournefeuille, Ferme du Cousturier
18 Löcher, Par 70, Länge 5.665 m


Golf de Téoula, 31830 Plaisance du Touch, 71 Avenue des Landes
18 Löcher, Par 69, Länge 5.406 m

GOLFplus wünscht Ihnen schöne Ferientage entlang der Pyrenäen-Kette.
Die nächste Etappe führt uns an die Atlantik-Küste in die Golf-Region um Biarritz/Bayonne.



Weitere Infos:
www.franceguide.com,
www.toulouse-tourisme.com,
www.tourismus-midi-pyrenees.de

 

 

Text: Klaus Pfeffermann, Fotos: Karin Pfeffermann
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