Pedryc triumphiert nach Birdie-Krimi in Antalya


Alejandro-Pedryc-Sieger-Golf-Mad-Challenge-2026-im-Lykia-Links-Golf-Club

Pro Golf Tour, Golf Mad Challenge 2026: Alejandro Pedryc hat sich in Antalya in einem hochdramatischen Finale seinen ersten Titel auf der Pro Golf Tour gesichert. Der Pole verwandelte am 18. Loch einen entscheidenden Birdie-Putt und setzte sich bei der Golf Mad Challenge 2026 mit insgesamt sieben unter Par knapp vor Velten Meyer, Koen Kouwenaar und Louis Bonte durch.

Spannender hätte dieser Finaltag kaum verlaufen können. Auf dem anspruchsvollen Lykia Links an der türkischen Mittelmeerküste verdichtete sich das Titelrennen in der dritten und letzten Runde zu einem nervenaufreibenden Vierkampf. Deutlich kräftigerer Wind als an den Vortagen machte die Bedingungen noch einmal schwieriger und verlieh dem Saisonereignis eine zusätzliche Portion Dramatik.

Von-links-Velten-Meyer-Koen-Kouwenaar-Sieger-Alejandro-Pedryc-und-Louis-Bonte-Golf-Mad-Challenge-2026.Lange sah es so aus, als könnte das Turnier in ein Stechen münden. Der Niederländer Koen Kouwenaar, der Franzose Louis Bonte und der Deutsche Velten Meyer hatten ihre Runden bereits beendet und warteten im Clubhaus auf das, was die Schlussgruppe noch zustande bringen würde. Meyer hatte sich mit einer starken 68 die geteilte Tagesbestleistung gesichert und sich damit eindrucksvoll ins Titelrennen zurückgespielt.

Doch dann kam der Moment des Alejandro Pedryc. Der 24 Jahre alte Pole lochte auf dem abschließenden Par 4 seinen Birdie-Putt und machte damit den entscheidenden Schlaggewinn perfekt. Erst die Reaktion seines Caddies verriet ihm, dass dieser Putt nicht nur wichtig, sondern turnierentscheidend war. Pedryc durfte sich damit über seinen ersten Sieg auf der Pro Golf Tour freuen.

„Ich versuche immer noch, das Ganze zu verarbeiten“, sagte der Sieger nach der Runde. Dabei hatte der Tag für ihn alles andere als ideal begonnen. Vier Bogeys in Folge zu Beginn hätten viele Spieler aus der Bahn geworfen. Pedryc aber fing sich, blieb geduldig und rettete noch eine 70 ins Clubhaus. „Der Auftakt war bescheiden, aber ich wusste, dass diese Löcher mit dem Seitenwind für mich schwierig werden würden. Ich bin ruhig geblieben und habe keine verrückten Sachen gemacht“, erklärte er.

Gerade diese Ruhe wurde am Ende zum entscheidenden Faktor. Pedryc, der in Texas und Mississippi College-Golf spielte, sprach offen darüber, wie viel ihm dieser Erfolg bedeutet. Nach einigen Enttäuschungen sei allein die Rückkehr in die Spitzengruppe bereits ein wichtiger Schritt gewesen. Umso größer war nun die Erleichterung, die wochenlange Arbeit endlich mit einem Titelgewinn zu krönen.

Stark auf den Grüns, stark im Kopf

Als Schlüssel zu seinem Erfolg nannte Pedryc vor allem sein Putting. Auf den Grüns spielte der Pole über alle drei Turniertage hinweg bemerkenswert konstant und präzise. Gerade am Finaltag, als der Wind zunahm und Fehler schnell teuer wurden, bewahrte ihn der heiße Putter mehrfach vor dem Rückfall.

„Meine Leistung auf den Grüns war der Schlüssel zum Erfolg. Das war an allen drei Tagen phänomenal. Normalerweise ist Putten nicht unbedingt meine größte Stärke, aber heute hat es mich gerettet“, sagte Pedryc. Eine Einschätzung, die man nach diesem Finale kaum treffender formulieren könnte. Wer unter Druck die entscheidenden Putts locht, gewinnt Turniere – genau das hat der Pole in Antalya bewiesen.

Auch mit dem Platz zeigte sich der Sieger hochzufrieden. Lykia Links gilt als fordernder Küstenkurs, der bei Wind seine ganze Klasse ausspielt. Pedryc lobte insbesondere das natürliche Design: Der Platz wirke nicht künstlich in die Landschaft gesetzt, sondern füge sich harmonisch in die Umgebung ein. Länge vom Tee, Präzision mit den Eisen und mentale Stabilität – all das werde hier gleichermaßen geprüft.

Sein Fazit fiel entsprechend deutlich aus: Von den hinteren Abschlägen, meinte Pedryc, könne man auf diesem Kurs sogar eine US Open austragen. Ein großes Lob für eine Anlage, die in dieser Woche tatsächlich alles verlangte, was professionelles Turniergolf ausmacht.

Velten Meyer überzeugt aus deutscher Sicht

Auch aus deutscher Sicht bot die Golf Mad Challenge 2026 ein starkes Bild. Velten Meyer spielte sich mit einer 68 am Finaltag bis auf einen Schlag an den Sieger heran und teilte am Ende Rang zwei mit Kouwenaar und Bonte. Damit unterstrich der Deutsche einmal mehr sein Potenzial auf der Pro Golf Tour und sammelte wichtige Punkte für die Order of Merit.

Dort bleibt allerdings zunächst der Niederländer Dario Antonisse an der Spitze. Der Sieger der Golf Mad Open 2026 führt weiterhin vor Alejandro Pedryc. Dahinter folgen Clement Guichard, Velten Meyer und Koen Kouwenaar. Das Klassement bleibt damit eng und verspricht schon früh in der Saison zusätzliche Spannung.

Starkes Signal für den Golfsport in der Türkei

Zufrieden zeigte sich nach dem Turnier auch Bekir Kara, Geschäftsführer des Titelsponsors Golf Mad Travel & Events. Er zog für die beiden Auftaktturniere in Belek eine positive Bilanz und hob die Kombination aus angenehmem Wetter, spektakulärer Anlage und türkischer Gastfreundschaft hervor. Für den Golfsport in der Türkei und für die Pro Golf Tour sei dieses Event von großer Bedeutung. Die Vorfreude auf eine Fortsetzung im kommenden Jahr sei bereits jetzt groß.

Für die Spieler der Pro Golf Tour geht der Blick nun weiter Richtung Ägypten. Im Golf Club Ain Sokhna stehen mit der Red Sea Ain Sokhna Open und der Red Sea Egyptian Classic die nächsten beiden Turniere des Frühjahrsprogramms an. Nach diesem verrückten Finale von Antalya dürfte die Spannung jedenfalls nicht kleiner werden.