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„GOLF-Platz-Hopping“
 

Mobiler Golfurlaub mit dem Reisemobil

von Klaus Pfeffermann

Golfer verhalten sich oft wie Zugvögel. Kaum geht in unseren Breiten der Sommer zu Ende, steigt der Wunsch, die Saison im Süden zu verlängern. Immer der Sonne nach heißt die Devise, auf zu den Golf-Anlagen ohne Winter-Grüns. Attraktive Pauschal-Angebote locken zum Golfen in der Wärme. Golf-Regionen, wie z.B. in der Türkei (Belek), in Portugal (Algarve) oder auf den Canaren, locken mit Golf-Ressorts die 10 und mehr Golf-Course im näheren Umfeld der Hotels im Angebot haben. Der Urlauber kann, die Startzeiten wurden ja bereits in Deutschland gebucht, täglich einen neuen Golf-Course kennen lernen. Hotels, die den Gästen nur 1 oder 2 Golf-Course zur Auswahl bieten können, gelten als nicht mehr „IN“!

Inzwischen gibt es einen neuen Trend.  Er geht mehr in Richtung
„GOLF-Platz-Hopping“.

Diese, von den Winterurlauben bekannte Variante, täglich einen anderen Golf-Platz zu spielen, findet jetzt auch in der Sommer-Saison immer mehr Anhänger. Mit wenigen Ausnahmen (Bad Griesbach oder Rund um Metropolen wie München, Frankfurt, Hamburg) gibt es in Deutschland kaum Hotels, die 10 und mehr Golf-Course im engeren Umkreis (bis zu max. 15 km) zur Auswahl bieten können.
Golf-Platz Hopping in Deutschland oder einigen Sommer-Urlaubsländern, z.B. Italien, Österreich, Frankreich oder Schweden, erfordert einiges an Vorbereitung. Aber verzagen Sie nicht, es geht.

Nachfolgend möchte ich Ihnen aufzeigen, welche Angebote Sie bei Reiseanbietern finden und buchen können. Ich stelle Ihnen aber auch eine Variante vor, wie Sie ein „Verlängertes Wochenende, einen Kurz- oder auch einen Familien-Urlaub“ als mobilen Golfurlaub, als „GOLF-Platz-Hopping“ im Sommer, selbst planen und organisieren können.

Angebote der Reiseveranstalter:

„Der klassische Urlaub in einem Hotel für mehrere Tage“ mit der Möglichkeit, täglich einen neuen Golfplatz in der Umgebung zu spielen
oder „Die organisierte Golf-Safari, von Hotel zu Hotel“ diese liegen dann immer direkt beim oder in der Nähe eines Golf-Clubs.
Zweifellos interessante Angebote. Alles wird vom Anbieter organisiert, die Übernachtung, das Essen, die Golf-Course und eventuell auch ein Rahmenprogramm, falls das Wetter einmal nicht passt.


Bei meinen Reisen, zur Informationssammlung für die Reiseberichte, die Sie von GOLFplus kennen, steht Mobilität an oberster Stelle. Seit Jahren bin ich deshalb, für meine Recherchen, mit einem Wohnmobil unterwegs.
Ich will Ihnen nachstehend meine gesammelten Erfahrungen als Anregung für einen Testurlaub mit einem Reisemobil, weitergeben.

Golfreisen mit dem Reisemobil:

Auf was müssen Sie achten?
Welche offiziellen Stellplatz-Angebote für Übernachtungen gibt es?
Wie reagieren Golf-Clubs darauf, wenn Sie als Greenfee-Spieler mit einem Reisemobil anreisen. Und vieles, vieles mehr…….

Keine Angst, lesen Sie ruhig weiter. Sie müssen sich dafür nicht extra ein Reisemobil kaufen. Anbieter, die Reisemobile vermieten, werden von Jahr zu Jahr mehr. Ich hoffe, ich kann Ihnen Mut machen, zu einem Test.
Außerhalb der Haupt-Ferienzeiten sind die Miet-Kosten günstiger. Informieren Sie sich bei den Anbietern in Ihrer Umgebung!

Planung einer Golf-Platz-Hopping-Tour.
Zur Planung benötigen Sie etwas Zeit und Eigeninitiative. Diese Planungsphase bereitet bereits Spaß und steigert die Freude auf mobile Urlaubstage. Frei nach dem Sprichwort: „Vorfreude ist die schönste Freude“

  • Schritt 1:
    Klären Sie vorab: Welche Golf-Region kommt als Urlaubs-Region in Frage?
    Welche Golf-Clubs sind dort beheimatet, die Sie gerne spielen möchten?
    Was kann ich an Regentagen unternehmen?
    Gibt es Möglichkeiten für ein attraktives Rahmenprogramm, für die Tage ohne Golf?
    Sind Wellness- und Bade-Einrichtungen oder Museen usw. in der Umgebung?
    Nicht ganz uninteressant: Welche kulinarischen Spezialitäten bietet die ausgewählte Region?
    Und vieles Mehr……..
    Infos hierzu finden Sie im Internet und bei den regionalen Tourismus- Organisationen. Informationen über Golf Clubs finden Sie auch im DGV-Golf-Führer, Deutschland. Auch die modernen Navigationsgeräte helfen uns. Unter „Point of interest“ sind alle Golf-Clubs, die sich in der Nähe eines Zielortes befinden, aufgelistet.

  • Schritt 2:
    Klären Sie, an welchen Tagen die ausgewählten Golf-Clubs eventuell für ein Turnier gesperrt sind?
    Ist dies geklärt, können Sie nach Lust und Laune eine Liste erstellen, welchen Platz Sie an welchen Tagen, besuchten können.

  • Schritt 3:
    Klärung der Frage, welche Übernachtungsmöglichkeiten (Stellplätze) stehen in der Nähe der Golf-Plätze zur Auswahl. Denken Sie daran, auch Camping-Plätze bieten vermehrt Stellplätze für eine Nacht auf separaten Flächen an.
    Informationen finden Sie hierzu im ADAC-Stellplatzführer oder dem Bordatlas Reisemobil „International“.

  • Schritt 4:
    Planung der Tages-Etappen. Nachdem Sie keine festen Vorab- Buchungen für Startzeiten bei den Golf Clubs oder für die Stellplätze benötigen, können Sie den Ablauf Ihrer Reise „mobil“ gestalten.
    Gibt es genügend Stellplätze? Diese Frage wird mir sehr oft gestellt. Ich kann sie mit „ja“ beantworten.
    Die Zahl der offiziellen Stellplätze ist in den vergangenen Jahren auf weit mehr als 5.500 in Europa gestiegen. Zur Planung Ihrer mobilen Golf-Reise empfehle ich den ADAC-Stellplatz-Führer. Hier finden Sie über 4.000 geprüfte Stellplätze. Oder den Bordatlas Reisemobil „International“, der über 5.600 Stellplätze auflistet.


Wie reagieren die GOLF-Clubs?

Hier ist in den letzten Jahren einiges in Bewegung gekommen! In den 90er Jahren waren Golfer mit Wohnmobil noch echte Exoten. Zum einen bewundert, zum anderen aber auch oft mit Skepsis beäugt. Das ist weitgehend Vergangenheit. Bei vielen Golf-Clubs wird Greenfee-Spielern, die mit Reisemobil anreisen, heute sogar eine einmalige Übernachtung auf dem Clubgelände gestattet.
Die Zahl der Clubs, die eine Übernachtung mit dem Reisemobil auf dem Club-Parkplatz erlauben, steigt stetig.
Für eine Übernachtung beim Golf-Club gibt es, Vor- und Nachteile. Nach meinen Erfahrungen überwiegen die Vorteile.

Vorteile sind:
Nach buchen der Startzeit, entfällt die Suche nach einem geeigneten Stellplatz für die kommende Nacht.
Kein Stress bei der Anfahrt zum Golfplatz am Spieltag. Grosse Flexibilität bei der Nutzung freier Startzeiten.
Je nach Wetterlage kann die Kleidung ergänzt oder gewechselt werden.
Restaurantsuche am Abend entfällt. Das Clubrestaurant freut sich über Ihren Besuch.

Mein Tipp: Bei der Frage im Club-Sekretariat, „Wann möchten Sie morgen abschlagen?“, stelle ich die Gegenfrage:“ Bitte sagen Sie mir, wo ich in der Nähe einen Übernachtungsplatz mit meinem Wohnmobil finden kann, dann fällt es mir leichter eine der Startzeiten auszuwählen“.

Die Nachteile:
Keine Ver- oder Entsorgungsmöglichkeiten. Meist keine Stromversorgung.

Grundregeln:
Falls Sie die Erlaubnis bekommen, beim GC zu übernachten, sollten Sie unbedingt beachten: Nie ohne Anmeldung im Sekretariat oder, falls bei der Ankunft bereits geschlossen, im Club-Lokal, einen Stellplatz aufsuchen!
Anreise möglichst nicht vor 17.00! Ab den frühen Abendstunden sind bereits mehr Parkplätze frei.
Stellen Sie Ihr Wohnmobil nie direkt vor dem Clubhaus ab.

Nie, ich wiederhole “Nie“, Tische, Stühle, Liegen, Grill usw. im Freien benutzen. Der Parkplatz ist kein Campingplatz-Ersatz.

Nun sind Sie neugierig geworden? Habe ich Ihr Interesse wecken können?
Mein Tipp: Für eine Schnupper-Tour eignet sich auch ein verlängertes Wochenende.

Ich wünsche viel Spaß. Vielleicht treffen wir uns einmal beim GOLf-PLATZ-HOPPING mit einem Reisemobil.



Fotos: Karin Pfeffermann

 Text: Klaus Pfeffermann,