Neue PING Scottsdale TEC Putter: Wenn Eye-Tracking auf Putting trifft

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Mehr Fokus, mehr Linie, mehr gelochte Putts?

Mit der neuen Scottsdale TEC Serie bringt PING einen technologisch bemerkenswerten Ansatz ins kurze Spiel: Die Ausrichtungstechnologie basiert erstmals systematisch auf Eye-Tracking-Forschung. Ziel ist nichts weniger, als die visuelle Stabilität vor dem Schlag zu verbessern – ein Faktor, der im modernen Golf zunehmend in den Fokus rückt.

Die neue Linie umfasst ausschließlich Mallet-Modelle und ist ab sofort weltweit vorbestellbar. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 450 Euro.

Eye Q: Was hinter der neuen Ausrichtungstechnologie steckt

TEC Putter nutzen Eye-Tracking ForschungIm Zentrum der Entwicklung steht das sogenannte „Quiet Eye“-Prinzip – ein Konzept aus der Sportwissenschaft. Es beschreibt die Fähigkeit, den Blick unmittelbar vor der Bewegung stabil und fokussiert auf dem Zielpunkt zu halten.

Studien zeigen: Je länger diese Fixierungsphase, desto höher die Präzision. PING hat diesen Ansatz konsequent weitergedacht und mit Hilfe von Eye-Tracking-Brillen analysiert, wie Golfer tatsächlich zielen und visuell arbeiten.

Das Ergebnis ist die neue Eye Q Ausrichtungstechnologie. Sie kombiniert einen klar definierten Fokuspunkt auf der Topline mit einer verlängerten Ziellinie. Diese visuelle Führung soll die Augen „beruhigen“ und den Blick vor dem Stroke stabilisieren.

Einordnung: Das ist mehr als ein optisches Feature – es ist der Versuch, Wahrnehmung und Motorik enger zu verzahnen. Ein Ansatz, der aus anderen Präzisionssportarten bekannt ist, im Golf aber bislang kaum konsequent umgesetzt wurde.

Warum PING konsequent auf Mallet setzt

ScottsdaleTEC_Lifestyle3Die Scottsdale TEC Serie verzichtet vollständig auf klassische Blade-Putter. Stattdessen setzt PING auf moderne Mallet-Designs mit hohem Trägheitsmoment (MOI).

Der Vorteil liegt auf der Hand:

  • höhere Stabilität im Treffmoment
  • weniger Verdrehen bei Off-Center-Hits
  • konstantere Rollbewegung

Durch unterschiedliche Schwerpunkt- und Schaftpositionen bleibt dennoch ein differenziertes Fitting für verschiedene Stroke-Typen möglich.

Onset-Design: Freie Sicht auf den Ball

Ein auffälliges Merkmal der Serie sind die sogenannten Onset-Modelle. Hier sitzt der Schaft leicht hinter der Schlagfläche und vor dem Schwerpunkt.

Das führt zu einem ungewohnten, aber funktionalen Setup:

  • freie Sicht auf den Ball beim Ansprechen
  • klarere visuelle Ausrichtung
  • stärkeres Gefühl für die Schlagflächenposition

Auch auf der Tour findet dieser Ansatz bereits Anklang. Spieler wie Tony Finau berichten von spürbaren Verbesserungen im Putting.

Technik im Detail: Schwerpunkt, Material, Gefühl

Wie bei allen PING Puttern bleibt die klassische Philosophie erhalten: Der Schwerpunkt liegt hinter der Schaftachse. Dadurch wird er während des Strokes „gezogen“ statt geschoben – ein Prinzip, das für mehr Stabilität sorgt.

Die Konstruktion setzt auf einen Multi-Material-Mix:

  • leichter Aluminiumkörper
  • Edelstahl-Sohlenplatte für tiefen Schwerpunkt
  • PEBAX-Insert für weiches Schlaggefühl

Das verwendete Elastomer ist aus dem Laufschuhbereich bekannt und bietet eine hohe Energierückgabe bei gleichzeitig gedämpftem Treffmoment. In der Praxis bedeutet das: bessere Distanzkontrolle bei konstantem Feedback.

Modelle und Positionierung

Zur Serie gehören unter anderem:

  • Ally Blue Onset
  • Ketsch Onset
  • Hayden
  • Ally Blue H
  • Ketsch 4

Alle Modelle sind als Mallets ausgeführt, unterscheiden sich jedoch in Form, Balance und Schaftposition. Damit deckt PING unterschiedliche Spielertypen ab – vom Straight-Stroke bis zu stärker bogenförmigen Bewegungen.

Digitale Unterstützung: WebFit App

Parallel zur neuen Serie wurde auch die Putter-Fitting-Plattform aktualisiert. Die webbasierte Anwendung hilft Golfern, anhand weniger Parameter ein passendes Modell zu finden.

Zum WebFit Putter Tool

Praxis-Hinweis: Trotz digitaler Tools bleibt ein echtes Fitting im Shop der sinnvollste Weg. Gerade beim Putter entscheiden oft kleine Details über Vertrauen – und damit über den Score.

Fazit: Technologie trifft Wahrnehmung

Mit der Scottsdale TEC Serie geht PING einen interessanten Schritt: Weg von rein mechanischer Optimierung, hin zu einem ganzheitlichen Ansatz aus Technik, Wahrnehmung und visueller Kontrolle.

Ob Eye-Tracking-basierte Ausrichtung tatsächlich messbar mehr Putts bringt, wird sich im Alltag zeigen. Der Ansatz ist jedoch schlüssig – und passt in eine Zeit, in der Golf immer stärker daten- und wissenschaftsbasiert gedacht wird.

Für Golfer bedeutet das: Wer sein Putting verbessern will, sollte nicht nur am Stroke arbeiten – sondern auch daran, wie er sieht.