BMW International Open: München freut sich auf ein hochspannendes Finalwochenende

Halbzeit bei der 37. BMW International Open – und selten war das Rennen um den Titel in München-Eichenried so offen wie in diesem Jahr.

Nach zwei Runden führt der Südafrikaner Hennie Du Plessis mit elf Schlägen unter Par, doch der Vorsprung beträgt lediglich einen Schlag. Insgesamt liegen die verbliebenen 66 Spieler innerhalb von nur sieben Schlägen, sodass sich die Zuschauer auf zwei hochklassige und dramatische Finaltage freuen dürfen.

Hinter Du Plessis lauern mit Carlos Ortiz aus Mexiko, dem Südafrikaner Michael Hollick und dem Engländer Jack Senior gleich drei Spieler auf dem geteilten zweiten Platz. Auch dahinter ist das Feld eng zusammengerückt. Jeder Birdie-Run kann die Reihenfolge an der Spitze verändern.

Starke deutsche Vorstellung

Von den 13 gestarteten deutschen Profis schafften fünf den Sprung ins Wochenende. Die beste Ausgangsposition hat Matti Schmid, der mit acht Schlägen unter Par auf dem geteilten neunten Rang liegt und lediglich drei Schläge Rückstand auf den Führenden hat.

Für Begeisterung sorgte zudem der erst 21-jährige Amateur Finn Kölle. Der Münchner spielte eine fehlerfreie Runde mit fünf Birdies und geht mit sieben unter Par auf Rang 19 in die entscheidende Turnierphase. Nur vier Schläge trennen den Lokalmatadoren von der Spitze.

„Es ist einfach ein Traum, der wahr wird“, sagte Kölle nach seiner Runde. „Ich habe sehr hart gearbeitet und hier zuhause spielen zu können, ist unglaublich. Am Wochenende möchte ich einfach weitermachen und die Atmosphäre genießen.“

Auch Matti Schmid blickt optimistisch auf die beiden Schlussrunden:

„Ich bin hier, um ein Top-Ergebnis einzufahren und die Fans mitzunehmen. Ich will die BMW International Open unbedingt einmal in meiner Karriere gewinnen.“

Ebenfalls den Cut geschafft haben Freddy Schott, Nicolai von Dellingshausen und Thomas Rosenmüller, die bei vier unter Par auf dem geteilten 50. Rang liegen.

Freddy Schott liefert den Schlag des Tages

Die wohl spektakulärste Szene des Freitags lieferte Freddy Schott. An seiner letzten Bahn benötigte er unbedingt ein Eagle, um den Cut zu schaffen. Aus einem Fairwaybunker spielte er seinen zweiten Schlag aus 226 Metern bis dicht an die Fahne und verwandelte anschließend zum Eagle. Der Jubel auf der 18 war entsprechend groß.

Teamkollege Nicolai von Dellingshausen zeigte sich beeindruckt:

„Der Bunkerschlag von Freddy auf der 18 – mein Gott – das war einer der drei besten Schläge, die ich jemals gesehen habe.“

YouTube-Star mischt die Profis auf

Eine der Überraschungen des Turniers ist der Amerikaner Brad Dalke. Der erfolgreiche YouTube-Golfer liegt nur zwei Schläge hinter dem Führenden auf dem geteilten fünften Platz und beweist eindrucksvoll, dass die Grenzen zwischen klassischem Profitour-Golf und der digitalen Golfwelt zunehmend verschwimmen.

Dalke erklärte:

„Ich möchte mich selbst, aber auch YouTube-Golf repräsentieren. Es gibt sehr gute Golfer auf YouTube und wir stellen das zunehmend unter Beweis.“

Der Amerikaner hatte in seiner Karriere lange mit Problemen vom Tee zu kämpfen und fand nach eigenen Angaben über die sozialen Medien und die Golf-Community wieder die Freude am Spiel zurück.

Eagles für den guten Zweck

Nicht nur sportlich ist die BMW International Open ein Erfolg. Bis zum Ende der zweiten Runde wurden bereits 44 Eagles gespielt. Jeder Eagle bringt im Rahmen der Initiative „EAGLES FOR EDUCATION“ eine Spende von 1.000 Euro zugunsten der Philipp Lahm Stiftung für Sport und Bildung.

Damit sind bereits 44.000 Euro zusammengekommen. Die Stiftung unterstützt Kinder und Jugendliche in den Bereichen Bewegung, gesunde Ernährung und Persönlichkeitsentwicklung.

„Kinder haben das ganze Leben noch vor sich – und sie sind unsere Zukunft“, sagte Philipp Lahm.

Das Hole-in-One-Auto wartet noch

Weiterhin unberührt bleibt auch der spektakuläre Sonderpreis auf der 17. Bahn. Für ein Hole-in-One winkt in diesem Jahr der neue BMW X5 M60e xDrive.

Der Plug-in-Hybrid feierte erst wenige Tage vor Turnierbeginn seine Weltpremiere im BMW-Werk Spartanburg in den USA und wird bei der BMW International Open erstmals dem deutschen Publikum präsentiert. Mit seiner Kombination aus leistungsstarkem Antrieb, modernster Technologie und den Designelementen der „Neuen Klasse“ zählt das Fahrzeug zu den besonderen Attraktionen des Turniers.

Spannung garantiert

Die Ausgangslage verspricht ein außergewöhnliches Finalwochenende. Vier Spieler liegen innerhalb eines Schlags an der Spitze, mehrere weitere Akteure lauern in Schlagdistanz und mit Matti Schmid sowie Amateur Finn Kölle haben auch zwei deutsche Hoffnungsträger noch realistische Chancen auf eine Spitzenplatzierung.

Die Zuschauer in München-Eichenried dürfen sich auf zwei Tage Spitzengolf, große Emotionen und möglicherweise eine der spannendsten Entscheidungen in der jüngeren Geschichte der BMW International Open freuen.


Aktueller Stand nach zwei Runden:
1. Hennie Du Plessis (RSA) -11
T2 Carlos Ortiz (MEX) -10
T2 Michael Hollick (RSA) -10
T2 Jack Senior (ENG) -10
T9 Matti Schmid (GER) -8
T19 Finn Kölle (GER, Amateur) -7

Quelle: BMW Group / DP World Tour