Golftipp BannerLiebe Freunde von GOLFplus, hier unser siebter “Leadbetter Golftipp”. Sie können diesen, wie die vorigen Tipps in Ihr Übungsprogramm aufnehmen um Ihr Golfspiel zu verbessern. Natürlich bieten Ihnen darüber hinaus die David Leadbetter Golf Academien, von denen es inzwischen weltweit bereits 16 gibt, die Möglichkeit diese Methode in der Praxis zu erproben.

DEAD SPOT CHIPPING (CHIP-PUTT)

Hier ist ein interessanter Schlag, den Sie in Ihr Schlagkontingent für das kurze Spiel aufnehmen sollten. Allerdings sollten wir gut überlegen, wann dieser Schlag zu verwenden ist. Die perfekte Situation für den CHIP-PUTT wäre, wenn der Ball gerade über den Grünrand hinaus gerollt ist und nicht allzu weit von der Fahne entfernt liegt. Ich bin sicher, dass Sie sich schon des öfteren in dieser Situation befunden haben, welche meistens gewisse Ängste hervorrufen kann und das besonders, wenn die Grüns sehr hart und schnell sind. Mit der Methode des DEAD SPOT CHIPPING oder CHIP-PUTT, wie wir Sie innerhalb der Academy nennen, können Sie die Ängste, den Ball zu weit zu schlagen oder vor dem Ball in den Boden zu schlagen, weil man zu vorsichtig und ängstlich war, nahezu vergessen.

Der Begriff CHIP-PUTT kommt von der Idee, dass man eine Puttbewegung mit z. B.: einem 8er oder 9er Eisen ausführt und damit einen Schwung macht, der aussieht wie ein Putt und einen Schlag, der aussieht wie ein Chip.

Wir sind der Meinung, dass drei wichtige Punkte für die richtige Ausführung zu beachten sind: Griff, wie der Schläger am Boden aufliegt und das Set-up.
Betrachten wir nun einmal den Griff, der im ersten Bild zu erkennen ist.

 dlgadez1Bild 1:
Für meinen Griff habe ich meinen normalen Puttgriff gewählt, den reverse overlap. Sie müssen nicht unbedingt meinen Griff verwenden. Der eigentliche Punkt ist der, dass Sie Ihr 8er oder 9er Eisen (8er, wenn Sie etwas weiter vom Loch entfernt sind, da die geringere Neigung den Ball länger rollen lässt) genau wie Ihren Putter greifen.

Punkt Nummer 2

Wie Sie sehen können, liegt mein Schläger nicht flach am Boden auf, sondern die Ferse des Schlägers ist in der Höhe, so dass nur noch die Spitze den Boden berührt. Dieses ist ein essentieller Teil des Set-up, da wir mit dieser Stellung sicherstellen können, den Ball mit der Spitze bzw. aus einem TOTEN PUNKT (DEAD SPOT) des Schlägers zu spielen. Das Schlagen von dieser Stelle aus lässt den Ball weich auf dem Grün landen, wonach er kontrolliert rollen kann. Und gerade diese Kontrolle ist unheimlich wichtig ist, wenn wir sehr nah an der Fahne liegen und wir auf harten und schnellen Grüns spielen.


 dlgadez2Bild 2:
Zum Abschluss das Set-up –
Hier sehen Sie, dass diese Position sehr dem Putten ähnelt, Füße enger zusammen, Gewicht leicht auf dem linken Bein, Augen über dem Ball, der einzige Unterschied ist, dass die
Ballposition wesentlich weiter zum rechten Fuß ist, um sicher zu stellen, dass wir etwas mehr von oben nach unten schlagen, damit der Ball etwas in die Luft springt. Wenn die Ballposition zu weit am linken Fuß ist, dann ist es möglich, den Ball zu “toppen” bzw. den Boden vor dem Ball zu treffen, da der tiefste Punkt des Schwungbogens zu früh vor dem Ball ist.

 dlgadez3Bild 3
Zusammenfassend glauben wir, dass Ihnen dieser Schlag, nachdem Sie ihn genügend geübt und verstanden haben, sehr viel Selbstvertrauen beim Spiel um das Grün herum geben wird.
Trotzdem seien Sie vorsichtig beim Verwenden dieses Schlages, da der Ball nicht genügend Druck durch die Schlägerspitze erhält, um weit genug zu fliegen, wenn Sie zu weit vom Grünrand entfernt sind.
Probieren Sie ihn einmal aus, doch denken Sie daran, dass Sie niemals einen Schlag auf der Runde anwenden, den Sie nicht ausgiebig zuvor geübt haben!

Good Golfing wünscht Ihnen
Ihr

Malcolm Joseph